Klage gegen Kreuztaler Welpenzüchter zugelassen

Das Landgericht Hagen hat jetzt – vier Jahre später – die Anklage der Staatsanwaltschaft größtenteils zugelassen. Das teilt das Gericht mit. Die insgesamt sieben Angeklagten müssen sich neben Tierquälerei vor allem wegen Betrugs verantworten

Wegen mutmaßlichen Betruges mit Hundewelpen aus angeblich deutscher Zucht steht eine Familie aus Kreuztal demnächst vor dem Landgericht Hagen. Angeklagt sind ein Ehepaar sowie deren erwachsene Kinder, weil sie zwischen 2010 und 2015 aus Polen, Tschechien oder Ungarn stammende Welpen unterschiedlicher Rassen als deutsche Zuchttiere zu Preisen zwischen 250 und 1.200 Euro verkauft haben sollen. Nach einer Razzia Ende 2016 hatte der Fall deutschlandweit Schlagzeilen gemacht: Dabei wurden mehr als 100 Tiere beschlagnahmt, viele in sehr schlechtem Zustand, sogar einige tote Hunde lagen auf dem Grundstück. Die insgesamt sieben Angeklagten müssen sich in dem noch nicht terminierten Prozess in 70 Betrugsfälle verantworten. Dem 69-jährigen Hauptangeklagten Züchter und seiner 56-jährigen Frau werden zudem zahlreiche Verstöße gegen das Tierschutzgesetz vorgeworfen, weil sie ihre Hunde zum Teil unter miserablen Bedingungen gehalten haben und kranken Tieren keine Behandlung zukommen lassen haben sollen.

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