Ausstellungen in SiWi

Qulturwerkstatt - Thirty Names of Grey // Gold

27. September bis 15. November / Rathaus und Steuerbüro Friedrich Netphen

Eine Fotodoppelausstellung von Stefan Bünnig.

Die Inuit haben hundert Wörter für den Schnee. Das ist wohl das größte linguistische Märchen der Menschheitsgeschichte. Sie haben nicht mehr als wir auch: Pulverschnee, Neuschnee, Firn, Harsch, Griesel usw. 

In Afghanistan kennt man über dreißig Brauntöne. Das stimmt sicherlich. Aber längst nicht jedes Braun hat einen eigenen Namen. 

Im Siegerland jedoch sind die Menschen dem Himmel so nahe, dass sie dreißig verschiedene Arten von Grau beim Namen nennen können. So finden sich am vermeintlich tristen Winterhimmel Erscheinungen wie "Kleine Hoffnung", das gefährliche "Hungrige Grau" oder das nur im Siegerland vorkommende "Krönchen".

Im Herbst wird jeder reich! Das zeigt die Begleitausstellung "Gold". Es legt sich auf Sträucher und Wälder, den dunklen Schiefer der Häuser, ja sogar auf die Straße. Die Kamera bewahrt das flüchtige Gold, macht den Betrachter für einen Augenblick zum Millionär.

Die Künstler Stefan Bünnig und Giulia Gendolla haben die Qulturwerkstatt gegründet. Sie wird vom Land NRW durch das Programm "Dritte Orte" gefördert.

Zur Ausstellungseröffnung gibt es süße Wolken zum Naschen und Selbermachen. Die Ausstellung wird von einem bunten Programm aus Workshops und Aktionen begleitet. Die Ergebnisse werden bei der Finnissage am 15. November präsentiert.




"Besondere Augenklicks"

15. August bis 15. November / Rathaus Hilchenbach

Die „Fotogemeinschaft mit Herz“ - ein Zusammenschluss von Hobbyfotografinnen und Hobbyfotografen, wo jede oder jeder spezielle Schwerpunkte in der Fotografie setzt - stellt im Rathaus der Stadt Hilchenbach ihre fotografischen Werke aus, die während der täglichen Öffnungszeiten des Rathauses besichtigt werden können.

Die Ausstellung zeigt eine bunte Auswahl von Fotografien aus allen möglichen Sparten. Makro, Landschaft, Tiere, Langzeitbelichtung und vieles mehr. Die Fotos entstehen sowohl bei Einzelshootings als auch während gemeinsamer Fotowalks, bei denen sich die Mitglieder immer gegenseitig unterstützen, mit Tipps weiterhelfen und ihre Erfahrungen austauschen. Die „Fotogemeinschaft mit Herz“ freut sich über viele Besucher im Rathaus der Stadt Hilchenbach und auch neue Mitglieder sind willkommen.

Im ersten und zweiten Stockwerk des Rathauses kann man die Ausstellung zu den Rathaus-Öffnungszeiten (Montag, Dienstag und Donnerstag 7.30 bis 16.30 Uhr und Mittwoch und Freitag 7.30 bis 12.30 Uhr) besichtigen.



"We Are Part Of Culture"

5. bis 28. November / KrönchenCenter Siegen

Die Kunstausstellung zeigt queere Persönlichkeiten von der Antike bis heute, welche die europäische Gesellschaft, unsere Kultur nachhaltig geprägt haben. Die Portraits der Persönlichkeiten wurden von national und international bekannten Künstler*innen speziell für die WAPOC geschaffen. Seit 2017 erfolgen Ausstellungen in Bahnhöfen, Museen, Firmen, Rathäusern und weiteren öffentlichen Räumlichkeiten. Sie fördert Vielfalt, Respekt und Akzeptanz. Sie schafft Vorbilder und Identifikationsfiguren, und zeigt: lesbische, schwule, bisexuelle, trans*, inter* und queere Personen haben schon immer unsere Gesellschaft entscheidend mitgeprägt.

"We are part of culture" wurde 2017 - 2019 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms »Demokratie leben!« sowie der Bundeszentrale für politische Bildung gefördert.

Kurator der Ausstellung ist Projekt 100 % Mensch.

Öffnungszeiten der Ausstellung: Montag bis Freitag 9 bis 21 Uhr / Samstag 10 bis 13 Uhr / Sonn- und Feiertage geschlossen.




"Nord-LICHT - Die Welt im besonderen Licht des Nordens"

26. September bis 29. November / Voksbank Wittgenstein eG Bad Berleburg

Polarlicht gehört zu den faszinierendsten Naturphänomenen der Erde, aber Nord-LICHT ist noch mehr. Je weiter man nach Norden kommt, je flacher der Winkel ist, in dem die Sonne sich bewegt, desto plastischer wird das Tageslicht. Durch den Sonnenstand und die außergewöhnlich klare Luft ergeben sich Farben von solch hoher Sättigung, dass Betrachter der Bilder dies kaum glauben mögen. Dieses Nord-LICHT kann extrem kalt sein, wie über den Eisflächen der Arktis, aber noch häufiger extrem warm, wie im Morgennebel über einem See.

Dieses Licht ist das Thema der Ausstellung Nord-LICHT. Immer wieder ist es Ausgangspunkt der fotografischen Arbeit von Klaus-Peter Kappest. Ebenso warm und erhellend ist aber auch die Begegnung mit den Menschen des Nordens.

Die Kultur der Samen und Lappländer beruht auf Naturverbundenheit und Hilfsbereitschaft. Denkweise, Lebenseinstellung und Alltag der Menschen des Nordens, die zu den indigenen Völkern gezählt werden, gibt dem Reisenden Erstaunliches mit auf den Weg. Neben dem Licht aus der Natur spielt der Wert der bedrohten Kultur des ural-ten Volkes der Sami eine zentrale Rolle in der fotografischen Arbeit von Klaus-Peter Kappest und spiegelt sich somit auch in den Bildern seiner Ausstellung. 

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 8.15 bis 12.30 Uhr / Montag, Dienstag, Mittwoch, Freitag: 14 bis 16 Uhr / Donnerstag 14 bis 18 Uhr




A 45 "Brücken im Fokus"

8. bis 29. November / Rathaus Freudenberg

Die Industrie- und Handelskammer Siegen präsentiert die Fotoausstellung „Brücken im Fokus - mein Foto von der A 45“ im November 2019 im Rathaus der Stadt Freudenberg.

Durch die A 45 hat sich der hiesige Wirtschaftsraum in den vergangenen Jahrzehnten erfolgreich entwickelt. Bei der Sauerlandlinie fallen die beeindruckenden Talbrücken, die die Landschaft in besonderer Weise prägen, besonders auf.

den kommenden Jahren werden einige Baustellen das Bild von der A 45 bestimmen. Neben einem durchgängig sechsspurigen Ausbau steht die Erneuerung aller 38 Brücken der Autobahn in NRW auf dem Programm. Dieses Vorhaben wird von der IHK Siegen unterstützt, damit der regionalen Wirtschaft so schnell wie möglich wieder eine voll funktionsfähige Autobahn zur Verfügung steht. Mit dem Fotowettbewerb „Mein Foto von der A 45“ hatte die IHK Siegen in Zusammenarbeit mit dem Landesbetrieb Straßenbau NRW im Juli 2018 dazu beigetragen, auf das Gesamtprojekt A 45 aufmerksam und sichtbar zu machen, wie die Menschen die Brückenbauwerke der A 45 erleben.

Unter den 370 eingesendeten Motiven befinden sich verschiedene Impressionen der Talbrücken des Sieger- und Sauerlands. Die Fotografen haben die Brücken zu unterschiedlichen Jahres- und Tageszeiten sowie aus diversen Blickwinkeln eingefangen. Auch die Ingenieurskunst der Brückenbauwerke wird in den Fotografien gekonnt in Szene gesetzt. Die schönsten Aufnahmen sind als Fotodrucke in der Ausstellung zusammengefasst, die am 8. November 2019 von Klaus Gräbener, Hauptgeschäftsführer der IHK Siegen, und Bürgermeisterin Nicole Reschke offiziell eröffnet wurde.

Die Bilder lassen die Brücken in ganz neuen Facetten leuchten.

Zu sehen während der Rathaus-Öffnungszeiten.



Christian Schmidtke: "abstraktes"

8. bis 29. November / CityPastoral K3 Siegen

Künstler Christian Schmidtke hat extra für diese Ausstellung neue Bilder voller Facetten und prächtigen Farben angefertigt.

Zum Künstler: 

Christian Schmidtke wurde 1986 in Iserlohn geboren. Nachdem Abschluss seiner Ausbildung zum Altenpfleger begann er 2011 sein Studium der Katholischen Theologie in Lantershofen. Im letzten Jahr wurde er für das Erzbistum Paderborn zum Priester geweiht. 

Die Kunst wurde für Christian Schmidtke eine Art der Verkündigung. Dabei bedient er sich der abstrakten Malerei in Acryl. Viele Bilder haben eine Botschaft des Christlichen Glaubens inne, manche sind eher glanzvolle Farbspiele. „Bilder sind schon immer eine Art der Verkündigung“ sagt Schmidtke selbst zu seiner Tätigkeit im Atelier. „Dabei ist es mir von Anfang wichtig, welche Botschaft hinter einem Bild steckt.“ 

Ausstellungen in Arnsberg und Bochum haben bisher mit seinen Bildern stattgefunden. 

Zu sehen während der Öffnungszeiten.




Dr. Marlies Obier: "über den Tag hinaus - Eine Erinnerung an Marie Juchacz"

4. November bis 1. Dezember / Museum Wilnsdorf

„Sehr geehrte Herren und Damen,

es ist das erste Mal, dass in Deutschland die Frau als Freie und Gleiche im Parlament zum Volke sprechen darf“, so begann Marie Juchacz ihre berühmte Rede am 19. Februar 1919 in der Nationalversammlung in Weimar. Die 40-jährige Sozialreformerin und Frauenrechtlerin gehörte zu den ersten weiblichen Abgeordneten eines deutschen Parlaments und durfte dort als erste Frau das Wort ergreifen. Juchacz kämpfte aber nicht nur für die Gleichberechtigung von Mann und Frau, sondern auch für einen demokratischen Wohlfahrtsstaat: 1919 gründete sie die Arbeiterwohlfahrt, die 2019 ihren 100. Geburtstag feiert.

 Die Obersdorfer Künstlerin und Publizistin Dr. Marlies Obier beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit dem Leben und Wirken von Marie Juchacz. Anlässlich des 100. Geburtstag der AWO hat Obier eine Ausstellung konzipiert, die mit historischen Fotografien, Informationsbannern und künstlerischen Objekten und Installationen an die erste Rednerin in der Weimarer Nationalversammlung und an die Geschichte von Gleichberechtigung und Solidarität erinnert. Diese Ausstellung war bereits im Bonner Frauenmuseum zu sehen, ab 3. November gastiert sie im Museum Wilnsdorf.

Öffnungszeiten: Mittwochs bis sonntags 14 bis 18 Uhr



Ausstellung der Arbeitsgemeinschaft Siegerländer Künstlerinnen und Künstler: Neu³

8. November bis 1. Dezember / Städtische Galerie Haus Seel

Die ASK stellt erstens neueste Arbeiten aus, die ausschließlich im aktuellen Jahr entstanden sind. Zweitens gilt ein besonderes Augenmerk den Arbeiten mit satten, kraftvollen Farben von Sabine Helsper-Müller, die als neues Mitglied in die ASK aufgenommen wurde. Drittens stellt die ASK ihre frisch aufgelegte Edition mit Originalgrafiken aus. Die Motive finden sich auch in dem für die Ausstellung edierten ASK-Kalender 2020 wieder. Als Gast wird Oliver Weingarten, Visual Effects-Künstler und Experte für digitale Bildbearbeitung, im Kabinettraum im Untergeschoss der Galerie mit einer Videoinstallation vertreten sein. 

Öffnungszeiten der Städtischen Galerie Haus Seel: Dienstag bis Samstag: 14.00 bis 18.00 Uhr / Sonntag und an Feiertagen: 11.00 bis 13.00 Uhr und 14.00 bis 18.00 Uhr



Thomas Kellner: "Visuell Analytische Synthese"

21. November bis 18. Dezember 2019

Fotos vom Eiffelturm gibt es millionenfach. Die Aufnahme des Fotografen Thomas Kellner jedoch ist besonders: Aus rund 36 glänzenden Einzelteilen ist das Pariser Wahrzeichen zusammengesetzt. Durch die Montage der Kontaktabzüge aus der analogen Fotografie scheint es, als würde das abgebildete Bauwerk – so beschreibt es die Kunsthistorikerin Dr. Yihui Huang – „hinter dem Raster tanzen, uns zuwinken oder auseinanderbrechen“. Kellners Methode der Kompositfotografie – die ‚Visuell Analytische Synthese‘ – entwickelte er ab 1997. Sie hat ihn inzwischen weit über die Grenzen seiner Wahlheimat Siegen hinaus bekannt gemacht. Seine Architekturaufnahmen vom Big Ben, vom Reichstag oder von Schloss Neuschwanstein wollen keine Realität abbilden, sondern zum Nachdenken über unsere gewöhnliche Betrachtungsweise der Bauwerke selbst und ihrer Fotografien anregen.


In der Ausstellung „Visuell Analytische Synthese“ zeigt Kellner nicht nur seine ‚tanzenden‘ Fotokompositionen u.a. von Bibliotheken, Mexiko, Freudenberg, dem Reichstag, Schloss Neuschwanstein, Big Ben und dem Eiffelturm, sondern auch Werkmonografien, Buchentwürfe und Skizzenbücher.



"Das Postwesen im Netpherland"

13. Oktober bis Anfang 2020 / Heimatmueum Netpherland

200 Jahre königlich-preußische Post in Netphen und 50 Jahre Verein der Briefmarkenfreunde Netphen e.V. sind für beide Vereine Anlass genug, einmal zurückzublicken auf die Entwicklung des Postwesens in der Region.

Nach Netphen (1818) wurden in Hainchen (1872), Deuz (1876) und Dreis-Tiefenbach (1908) die ersten Poststellen im Netpherland eröffnet. Die Postkutsche fuhr letztmals am 1. Dezember 1906 durchs Netpherland und wurde von der an diesem Tag eröffneten Kleinbahn Weidenau-Deuz abgelöst. Nach der Privatisierung und Aufteilung der Deutschen Bundespost in drei Aktiengesellschaften bedient sich hiervon die Deutsche Post AG in der Gegenwart auch im Netpherland privatwirtschaftlich agierender Partner, die das gewohnte Angebot der „gelben“ Post in der Fläche aufrecht erhalten.

Bis Anfang 2020 kann die Ausstellung zu den üblichen Öffnungszeiten des Museums (Dienstag, Mittwoch und Freitag von 16 bis 18 Uhr sowie jeden 1. Sonntag im Monat von 15 bis 17 Uhr mit Kaffee und Kuchen und jeden 2. Sonntag im Monat von 10 bis 12 Uhr während des Tauschtreffs der Briefmarkenfreunde Netphen) in der Lahnstraße 47 in Netphen besichtigt werden.



Annika Peißert: "Farbrausch"

20. November 2019 bis 3. Januar 2020 / Rathaus-Foyer Kreuztal

Die in Kreuztal aufgewachsene Annika Peißert zeigt einen Teil ihrer in den letzten Jahren entstandenen Werke unter dem Titel „Farbrausch“.

Nach Ausstellungen in der Region und einem von Kreativität und Inspiration geprägten mehrmonatigen Aufenthalt auf Korfu, ist dies ihre erste Ausstellung in Kreuztal. Die ausgebildete Bankkauffrau hat sich, angestoßen durch eine Weiterbildung im Jahr 2015, neu mit ihren Talenten auseinandergesetzt. Der Impuls wieder zu malen und ihre Kreativität zu leben, erfüllt sie mit Freude. „Meine Bilder thematisieren Freiheit, Natur, Kraft und das Erleben von Augenblicken. Sie entstehen intuitiv, ich male autodidaktisch und folge dabei den Impulsen meines Inneren“, so Annika Peißert.

In ihrem Schaffen ist die Künstlerin dabei auf keinen Stil festgelegt, sondern kombiniert verschiedene Techniken und setzt diese in unterschiedlichen künstlerischen Stilen um. Überwiegend und gerne arbeitet sie mit Acrylfarben.

Die Ausstellung kann zu den üblichen Öffnungszeiten (Montag bis Mittwoch von 8.30 bis 16 Uhr, Donnerstag von 8.30 bis 17 Uhr und Freitag von 8.30 bis 13 Uhr) besucht werden.



Janosch: "Susanne, der Bär, der Kater Mikesch und die Tigerente unterwegs nach Panama"

4. November 2019 bis 4. Januar 2020 / ART Galerie Siegen

Horst Eckert, 1931 in Oberschlesien geboren, gilt heute als einer der bedeutendsten Kinderbuchautoren- und Illustratoren Deutschlands. Mit Geschichten wie „Oh wie schön ist Panama“ oder „Post für den Tiger“ prägte Eckert, besser bekannt als Janosch, eine ganze Generation. Im Alter von 22 Jahren zog Janosch nach München wo er, nach einem nicht beendeten Studium an der Akademie für bildende Künste, rund 3 Jahre später als Schriftsteller für den Feuilleton zu arbeiten begann. Erst auf den Ratschlag eines Freundes hin entschied sich Eckert dazu, aus angefertigten Zeichnungen ein Kinderbuch zu erstellen. Nachdem sein Verleger Georg Lentz ihm daraufhin noch zum Namen „Janosch“ riet, erschien 1960 sein erstes Kinderbuch mit dem Titel „Die Geschichte von Valek dem Pferd“. Figuren wie Tiger und Bär, als auch die Tigerente, erfreuen sich bis heute großer Beliebtheit bei Jung und Alt. Mit über 150 Büchern in über 30 Sprachen, zahlreichen Illustrationen, sowie Filmen in 30 Sprachen ist Janosch heute nicht mehr nur deutschlandweit bekannt.

Ihn zeichnet sein unverwechselbarer Zeichen- und Malstil aus, welcher vor allem in seinen Serigrafien und Leinwandarbeiten zum Tragen kommt. In seinen oftmals humorvollen Arbeiten geht es dabei auch oft um Gesellschaftskritik. In diesen Arbeiten ist die Sprache ebenfalls ein wichtiges Element für Janosch. Titel, Aussprüche und teilweise ganze Dialoge sind in die Bildkomposition miteingebunden, werden so zu einem Teil des Ganzen. 

Öffnungszeiten der Ausstellung: Montag bis Freitag 10 bis 19 Uhr / Samstag 10 bis 16 Uhr



"Faces"

5. Dezember bis 5. Januar / Städtische Galerie Haus Seel

Der Kunstkreis Siegerland (KKS) hat für seine Mitgliederausstellung das Thema „Faces“ gewählt. Das englische Wort ist vieldeutig, bezeichnet nicht nur Gesichter, sondern beispielsweise auch Oberflächen und Frontansichten. Ausgehend von dieser linguistischen Betrachtung eröffnet sich ein breites Spektrum an Darstellungen. Etwa zwei Dutzend Künstlerinnen und Künstler zeigen Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen und Fotografien. 



Lena Henke. My Fetish Years

28. September 2019 bis 26. Januar 2020 / Museum für Gegenwartskunst Siegen

Ein grellgelber Körper, gefertigt aus wetterbeständigem, synthetischem Kautschuk – ebenso schlafender Elefant wie postmoderne Architektur; ein knallroter Huf aus Forton, changierend zwischen Pferdefuß, Baumstamm und Ziegelstein; dazu eine skulpturale Familienaufstellung in tiefviolettem Gummi gegossen – zugleich Portrait einer Sammlung figurativer Plastik des 20. Jahrhunderts.

Lena Henke (geb. 1982 in Warburg, lebt und arbeitet derzeit in New York) arrangiert ihre vielfältigen, skulpturalen Arbeiten oft in umfangreichen Rauminstallationen. Ihre Kunstwerke erinnern an Städteplanung und Land-Art, sie greifen Themen wie interhumane Beziehungen, Sexualität und Fetischismus auf. Stets unterwandert Henke dabei auf spitzfindige Weise und mit einem humoristischen Unterton die patriarchalischen Strukturen der Kunstgeschichte. Mit Strategien der Intervention, Aneignung und Kontrolle untersucht die Künstlerin ihre Werke im Verhältnis zu sich selbst und ihrem familiären Umfeld. In ihrer Formsprache finden sich Referenzen auf den Minimalismus, die sie mit surrealistischer Motivik verbindet. Auf diese Weise untersucht Henke das Straßenleben und ergründet die Ideen von Städteplanern und Stadttheoretikern wie Jane Jacobs, Roberto Burle Marx als auch Robert Moses.

Die Ausstellung „My Fetish Years“ im Museum für Gegenwartskunst Siegen versteht sich als Blick zurück nach vorn. Die bisher umfassendste Einzelausstellung der Rubensförderpreisträgerin liefert einen Überblick zu zehn Jahren künstlerischem Schaffen. Zudem werden neue Werkgruppen speziell für Siegen entstehen und künstlerische Fragestellungen mit einem Ausblick zusammengeführt.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 11 bis 18 Uhr / Donnerstag bis 20 Uhr / Feiertage weichen ab!




Ulf Höppner: "Die Dinge aus meiner Sicht"

21. November 2019 bis 30. Januar 2020 / Sparkasse Wittgenstein Bad Berleburg

Die Witwe des verstorbenen Künstlers Ulf Höppner kam seinem letzten Wunsch nach und organisierte eine Retrospektive seiner Werke.

Ulf Höppner, von Beruf Dipl.-Designer, hatte von 1973 bis 1978 mehrere größere Ausstellungen im Raum Niederrhein, in Duisburg, Düsseldorf und Krefeld. Er war für seine akribisch angefertigten Farbstiftzeichnungen bekannt. Seine anspruchsvollen Motive, die er mit Bleistift und Buntstift in großen Formaten zeichnerisch darstellte, wählte er aus der Natur und der Anatomie.

Nach seiner Heirat, im Herbst 1978, verlegte Ulf Höppner seinen Wohnsitz nach Südwestfalen, zunächst nach Bad Fredeburg, später nach Bad Berleburg. Dort gründete er die UlfHöppner Werbeagentur.

Obgleich ihn sein intensives berufliches Engagement sowie familiäre Ereignisse sehr stark forderten, war er mit Leidenschaft weiter künstlerisch tätig.

Nach mehr als 40 Jahren in der Werbung widmete er sich in seinen letzten Lebensjahren verstärkt der Bildenden Kunst. Er entwickelte eine eigene Technik, die er in Form von Quadraten visualisierte und zeigte damit einmal mehr die Vielseitigkeit und das Spektrum seines Könnens.

Die Ausstellung kann zu den Öffnungszeiten der Sparkasse besichtigt werden.




Kurt Wiesner: „geritzt, geätzt, geschnitten und gedruckt“

15. Oktober 2019 bis 2. Februar 2020 / Siegerlandmuseum Siegen

In der Reihe „ASK zu Gast im Siegerlandmuseum“ zeigt Kurt Wiesner Arbeiten aus den letzten 12 Jahren. Seit dem Wintersemester 2006/2007 ist er Gasthörer der Uni Siegen.

Im Weidenauer Brauhaus erlernte er die verschiedenen Techniken der Druckgrafik. In dieser Ausstellung zeigt er ausgewählte Drucke, die seitdem entstanden sind. Daneben auch eine Acrylarbeit, bei der er mit dem Pinsel grafisch arbeitet (die Rubenspreisträgerin Bridget Riley gab den Anstoß). Angefangen hatte er mit Linoldruck, den er vor zwei Jahren nochmals aufgriff, um die Wirkung des „Goldenen Schnitt“ in vielfarbigen Drucken zu ergründen. Seine bevorzugte Technik ist aber die Radierung, konkret die Aquatinta mit ihrem Nuancenreichtum und den samtenen Farbflächen. Auch Strich- und Tiefätzungen sowie Kaltnadelarbeiten sind im Lauf der Zeit mehrfach entstanden. Bei vielen seiner Arbeiten experimentiert er mit verschiedenen Materialien und Techniken zur Erstellung der Druckplatten. Immer wieder versucht er auch Hoch- und Tiefdruck in einer Arbeit gemeinsam sinnvoll einzusetzen. Das Ausprobieren des Buchdrucks mit dem Bleisatz im Jahr 2010, bei dem zunächst viele gestaltete Texte entstanden, führte schließlich dazu, dass er über Jahre fast ausschließlich Linienbilder mit Unterstreichungsstrichen druckte. Der mehrfache, leicht verschobene Druck, mit dem immer wieder neu positionierten Druckstock in unterschiedlichen Farben, erzeugt interessante Strukturen mit überraschenden Moirés und zum Teil unerwarteten Mischfarben.

Das Interesse am Farb-Holzschnitt, den er von Anfang an immer wieder genutzt hat, wurde durch einen Besuch bei Alfred Pohl in Göttingen noch verstärkt. Hier hat er insbesondere die Technik der ‚verlorenen Platte’ kennengelernt, die auch Pablo Picasso einsetzte. Im Hochdruck benutzt er neben Holz- und Spanplatten auch unübliche Materialien zur Herstellung der Druckstöcke. Für die Arbeit „Lärche“ diente ihm z. B. eine Lärchenrinde als Druckstock.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr



"Sehnsucht nach MEE(H)R"

7. bis 29. Februar / KrönchenCenter Siegen

Die Ausstellung mit dem verheißungsvollen Titel zeigt eine Auswahl an Arbeiten aus den letzten Kursen von Barbara Varnholt. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben in verschiedenen Acryltechniken ihre Bilder erstellt.

Wir alle haben eine tiefe Sehnsucht nach mehr und dem Meer in uns, da lassen Motive von der See uns träumen ... aber auch Gegenständliches und Abstraktes laden dazu ein, die Gedanken auf eine Reise zu schicken. Lassen Sie sich inspirieren und vielleicht auch dazu, mal selbst einen Malkurs zu probieren.

Öffnungszeiten der Ausstellung: Montag bis Freitag 9 bis 21 Uhr / Samstag 10 bis 13 Uhr / Sonn- und Feiertage geschlossen.


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