
In der Pandemie ist die Zahl der Minijobs in Siegen-Wittgenstein deutlich zurückgegangen. Das meldet die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten, kurz NGG, und bezieht sich dabei auf Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. Demnach gab es Mitte letzten Jahres bei uns im Kreis rund 1800 Minijobs weniger als vor der Pandemie. „450-Euro-Kräfte zählen zu den Hauptverlierern der Pandemie. Viele Minijobber leben in ständiger Angst, gekündigt zu werden“, sagt Isabell Mura von der NGG. Auch die geplante Verdienstanhebung sieht sie kritisch. Nach den Plänen der Regierung sollen Minijobber künftig 520 statt wie bisher 450 Euro im Monat verdienen können. Die Gewerkschaft warnt davor, dass künftig noch mehr Menschen in solch unsichere Jobs abrutschen könnten. Spätestens im Alter sei Armut dann vorprogrammiert, so Mura.