
Wer lange gearbeitet hat und dann in Rente geht, der stellt auch in Siegen-Wittgenstein immer häufiger fest: Das Geld reicht zum Leben nicht aus. Das belegen Zahlen des statistischen Landesamtes. Demnach bekamen 2018 in unserem Kreis 2887 Menschen die Grundsicherung. Damit lag die Zahl 1,7 Prozent höher als im Jahr davor. Grundsicherung bedeutet, dass ein Empfänger einen Zuschuss aus Steuergeldern bekommt, weil sein Geld sonst für den Lebensunterhalt nicht reicht. Das kann der Fall sein, weil er nicht genug Rente bekommt oder weil er aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr voll arbeiten kann. Zum Vergleich: 2014 gab es noch 220 Grundsicherungsempfänger weniger als jetzt. Mit dem Anstieg liegt Siegen-Wittgenstein im NRW-Trend, auch hier ist die Zahl der Empfänger in den letzten Jahren immer weiter angestiegen.