
Am 6. November 2021 jährte sich der Mord an Walter Krämer zum 80. Mal. Der Siegener Widerstandskämpfer wurde als „Arzt von Buchenwald“ bekannt, weil er dort vielen Menschen half, bevor er von den Nazis 1941 ermordet wurde. An mehreren Orten in Deutschland gab es an Krämers 80. Todestag Gedenkstunden, in Goslar wurde eine Gedenktafel enthüllt und eine Straße nach ihm benannt. Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes kritisiert nun, dass es in Siegen keine offizielle Gedenkfeier gab. Die Vereinigung hat daher einen offenen Brief an Siegens Bürgermeister Steffen Mues und Landrat Andreas Müller geschrieben. Hier hätten sich Privatpersonen an Krämers Grab in Siegen versammelt, aber es habe keine Teilnahme von Seiten der Stadt und des Kreises gegeben, so die Kritik. Die Vereinigung fordert nun, dass es zu Krämers 130. Geburtstag im Juni eine offizielle Gedenkfeiert geben soll.