
Wittgensteinerin "auf Walz" in Tansania
Schwarze Cord-Hose mit Schlag, Weste, Schlapphut – dieses Bild von Zimmerleuten prägt unsere Vorstellung von Handwerkern auf der Walz bis heute. Dass das längst auch anders und modern geht, beweist ab Josephine Kuhli aus Feudingen.
Veröffentlicht: Freitag, 26.04.2024 07:05
Die 20-jährige hat Anfang des Jahres ihre Ausbildung als Elektrikerin abgeschlossen und fliegt heute für ein paar Wochen nach Tansania.
Walz 4.0
Seit dem Mittelalter gehen Handwerksgesellen zum Berufseinstieg “auf die Walz”. Heute gibt es das kaum noch. Und wenn, dann sind es meist schwarz gekleidete Zimmerleute, die auf Wanderschaft gehen.
Doch es geht auch moderner. Die Builtech-Gruppe, zu der mittlerweile auch Hoffmann Elektrotechnik in Schameder gehört, versucht es u.a. mit dem Projekt “Walz 4.0”. Junge Gesellinnen und Gesellen werden nicht wie früher im Mittelalter zu Fuß und für mehrere Jahre durch Deutschland, sondern mit dem Flugzeug für ein paar Wochen zu Hilfsprojekten ins Ausland geschickt.
Wittgensteinerin hilft in Tansania
Mit dabei ist auch Josephine Kuhli aus Feudingen. Sie fliegt heute (Freitag, 26. April 2024) für zweieinhalb Wochen nach Tansania. Dort wird sie die Elektrik in einer neuen Geburtsklinik legen.
Für einen Beruf im Handwerk hat sich die 20-jährige bewusst entschieden, sagt sie uns am Radio Siegen-Mikrofon:
Handwerk attraktiver machen
40 Stunden-Reise stehen Josephine bevor. Mitte Mai wird sie, wenn alles glatt läuft, zurückkehren.
Ihr Arbeitgeber, Hoffmann Elektrotechnik in Schameder, bezahlt ihr Gehalt weiter und hofft mit solchen Reise-Abenteuern zum einen etwas Gutes zu tun und zum anderen, das Handwerk an sich wieder interessanter zu machen.
