
Für das Wisent-Projekt in Wittgenstein besteht wieder Hoffnung. Der Kreis-Umweltausschuss hat sich gestern einstimmig dafür ausgesprochen, das Projekt um jeden Preis zu retten. Die Kreispolitik hat sich damit seit der Kündigung des Projekt-Vertrages durch den Trägerverein im September erstmals mit dem Thema befasst. Die Kreisverwaltung hatte das Projekt nach der Kündigung für beendet erklärt.
Die Fraktionen haben sich einstimmig hinter einen Antrag der CDU gestellt. Dieser fordert die Kreisverwaltung auf mit allen, die an dem Projekt beteiligt sind, erneut ins Gespräch zu kommen. Der Trägerverein wird aufgefordert, die Verantwortung für die Herde erneut zu übernehmen – und zwar unabhängig von dem eigentlichen Vertrag. Konkret geht es um die Fütterung der Wisente sowie um deren Lenkung. In der Zwischenzeit sollen die seit rund zwei Monaten offenen rechtlichen Fragen in Ruhe geklärt werden. Landrat Andreas Müller hatte zuvor mitgeteilt, dass die Fütterung der Wisente über den Winter sichergestellt ist.
Am 16. Dezember entscheidet der Kreistag final über den Antrag. Dann wird es auch um eine Resolution der SPD gehen. Die fordert das Land NRW auf, mehr Verantwortung für das Wisent-Projekt zu übernehmen.