
Wintermonat in Wittgenstein
Oberhalb von 600 Metern lag in Wittgenstein im Januar 2021 über den gesamten Monat eine geschlossene Schneedecke.
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Der Monat Januar hat sich in Wittgenstein mit durchschnittlichen Niederschlagsmengen und wie der Dezember mit deutlich zu wenig Sonnenschein gezeigt. Das ergaben die Messungen und Beobachtungen des „Wetterportals Wittgenstein“. Das neue Jahr begann in Wittgenstein winterlich kalt und brachte am ersten Tag des Montags sogar etwas Sonnenschein. Bis kurz nach Monatsmitte zeigte sich das Wetter recht konstant, denn auf den Bergen herrschte durchweg Dauerfrost und selbst in den Tälern wurden mit 1 bis 3°C höchstens geringe Plusgerade erreicht. Eine der kältesten Nächte war die zum 11. Januar. In Benfe wurden -10,8°C gemessen, in Hesselbach waren es in 2 m Höhe sogar -11,3°C . Ein kälterer Wert wurde im gesamten östlichen NRW nicht erreicht. Direkt über dem Erdboden, in diesem Fall also über der Schneedecke wurden in Benfe sogar -15°C aufgezeichnet. In der zweiten Monatshälfte lag die Region dann immer an der Grenze zwischen kalter Luft über Nordeuropa und zeitweise deutlich milderer Luft, die den Süden und die Mitte Deutschlands erreichte. Die ausgeprägteste Tauwetterphase ereignete sich zwischen dem 19. und 22. Januar. In Bad Berleburg wurden bis zu 8,1°C erreicht, das Städtische Gymnasium in Bad Laasphe kam sogar auf 9,7°C. Selbst auf den Bergen kratzte das Thermometer an der 5°C-Marke. Bis zum Monatsende gab es anschließend noch zwei kalte und eine mildere Phase. Etwa 75 Prozent der Niederschläge des Januars fielen auf den Bergen als Schnee. Insgesamt waren es in Erndtebrück rund 89 Liter und damit etwas weniger als im Durchschnitt der letzten 30 Jahre. In Feudingen wurden 91 Liter gemessen, in Hesselbach 82 und in Bad Laasphe rund 60 Liter pro Quadratmeter. Ein großer Teil dieser Niederschläge kam während der letzten Tauwetterphase kurz vor Monatsende zusammen, an den Flüssen der Region stiegen die Pegel damit deutlich an. Ähnlich wie der Dezember 2020 zeigte sich auch der Januar 2021 über weite Strecken sehr trüb. Wäre da nicht der letzte sonnige Tag gewesen, hätte der Monat sogar den Minusrekord aus dem Januar 1984 gebrochen, welcher knapp acht Sonnenstunden brachte. Mit sechs Stunden am 31. standen aber so noch immerhin 13 Stunden zu Buche. Trotzdem sehr wenig, normal wären 47 Stunden gewesen.