
Der Wolf sorgt bei Tierhaltern in Wittgenstein für Verunsicherung. Bei einem Mahnfeuer zwischen Erndtebrück und Rüppershausen haben Betroffene über gerissene Schafe, fehlenden Schutz und ihre Sorgen um die Zukunft der Weidetierhaltung gesprochen.
Acht Schafrisse sind im Kreis Siegen-Wittgenstein bislang gezählt worden, weitere Fälle werden noch geprüft. Einige Tierhalter lassen ihre Tiere aus Sorge bereits im Stall. Dauerhaft sei das aber keine Lösung, sagen Teilnehmer des Mahnfeuers.
Kritik gab es auch daran, dass aus Sicht mancher Tierhalter zu wenig über mögliche Schutzmaßnahmen und die Voraussetzungen für Entschädigungen informiert werde.
Wie lässt sich nachweisen, ob ein Wolf in der Region unterwegs ist, und wie gefährlich ist er für Menschen und Hunde? Darüber hat Reporterin Ann-Christin Schmidt mit Sascha Trauth gesprochen. Sie ist Wolfs- und Luchsberaterin beim Landesumweltamt NRW, untersucht unter anderem mögliche Wolfsrisse und berät betroffene Tierhalter.
Weitere Interviews mit Sascha Trauth
Informationen und Sichtungen melden
Unter www.wolf.nrw.de gibt es Informationen rund um den Wolf in Nordrhein-Westfalen. Dort können Bürgerinnen und Bürger auch Wolfssichtungen online melden.
Für Weidetierhalter
Das LANUK ist werktags von 9 bis 16 Uhr unter 02361 305-3322 erreichbar. Außerhalb der Geschäftszeiten sowie an Wochenenden und Feiertagen ist die NBZ unter 0201 714488 zuständig.
Herdenschutz und Förderung
Fragen zu Herdenschutzmaßnahmen und Fördermöglichkeiten beantwortet die Landwirtschaftskammer NRW:
- Hotline: 02945 989-898
- E-Mail: herdenschutz@lwk.nrw.de
