
Bei einer Versammlung auf dem Stünzel machten die Gegner ihrem Ärger am Dienstag (21.07.) deutlich Luft.
Kritik am Vorhaben
Das Bündnis aus Landwirten, Forstwirten und Unternehmen sieht das Projekt am Rothaarkamm äußerst kritisch. Die geplante Fläche von 4.300 Hektar sei viel zu klein für einen echten Nationalpark und nicht einzigartig genug. Da der Mensch den Wald dort seit Jahrhunderten prägt, handele es sich zudem nicht um einen unberührten Naturraum.
Folgen für Wirtschaft
Die Allianz befürchtet negative Auswirkungen auf die heimische Industrie und den Ausbau der Route 57. Ein Nationalpark könnte nach Meinung der Gegner wichtige Verkehrsverbindungen blockieren und die nachhaltige Forstwirtschaft gefährden. Viele Betriebe in Siegen-Wittgenstein sehen dadurch ihre Zukunftsfähigkeit und sichere Arbeitsplätze massiv bedroht.
„Ich sehe das mit Schrecken. 15 bis 20 Millionen will man jedes Jahr in den Nationalpark stecken. Dabei wissen wir nicht, wie wir die Grundschule sanieren und andere Projekte vorantreiben wollen.“ - Eckehard Hof aus Feudingen, Vorsitzender des Vereins „Route 57“.
Appell an Politik
Die Gegner fordern den Kreistag auf, die Bewerbung für den Nationalpark im kommenden Herbst abzulehnen. Stattdessen solle das Land NRW das Geld lieber in die Infrastruktur und Bildung der Region investieren. Ein zentraler Termin für die Allianz ist das Nationalparkforum Ende August, bei dem auch NRW-Umweltminister Oliver Krischer erwartet wird.
„Wir wollen unser Eigentum schützen.“ - Gustav Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg, Waldbesitzer.