
Wetterportal Wittgenstein
Auch der Monat Dezember war im Wittgensteiner Land erneut deutlich zu mild - das ergaben die Messungen und Beobachtungen des Wetterportal Wittgenstein
Veröffentlicht: Mittwoch, 30.12.2020 16:53
Mit einem insgesamt zu milden Dezember endete ein verbreitet wieder deutlich zu warmes Jahr im Wittgensteiner Land. Auch in Sachen Niederschlägen schlug das trockene Jahresfinale in die gleiche Kerbe wie das Gesamtjahr 2020. Mit kaum mehr als 10 Stunden Sonnenschein trug der Dezember allerdings nur wenig zu einem eher freundlichen Jahr bei. Das ergaben die Messungen und Beobachtungen des Wetterportal Wittgenstein. In den Wittgensteiner Tälern kam Benfe auf eine mittlere Temperatur von 2°C, Dotzlar von 2,5°C. Der Monat begann dabei am Morgen des 1. Dezembers verbreitet mit einer dünnen Schneeschicht bis in die Täler. An den Folgetagen bis kurz vor die Monatsmitte stellte sich dann eine leicht wechselhafte, allerdings nie besonders niederschlagsreiche Wetterlage ein. Die Temperaturen lagen auf den Bergen meist um den Gefrierpunkt, im Tal wurden bis zu 4°C erreicht. Klare Nächte und damit auch richtig kalte Nachtwerte, so wie Ende November, blieben aber aus. Am mildesten Tag des Monats, dem 22. Dezember, wurde es bis zu 11,4°C mild. Tiefdruckgebiete fanden einmal mehr nur auf Umwegen ins Wittgensteiner Land. Die Niederschlagsmengen blieben wie bereits nahezu das gesamte Jahr unter den Normalwerten. So kam beispielsweise Erndtebrück auf 77 Liter Regen und Schnee. Normal wären hier in einem Dezember etwa 150 Liter. In Feudingen waren es letztlich 70 Liter, am trockensten blieb es rund um Bad Berleburg, wo die Station in der Stadt wie auch in Dotzlar nur auf knapp 40 Liter kam. In den Tälern fiel der Großteil des Niederschlags als Regen, das meiste davon in der mildesten Phase des Monats kurz vor Weihnachten. Auf den Bergen hingegen war es zumindest teilweise der Schnee und so lag auf den höchsten Kuppen der Region an bis zu 20 Tagen eine Schneedecke von mindestens 1 cm. Kurz nach Weihnachten war diese am Stünzel bis zu 15 cm mächtig. Der Wind war im Dezember meist eine schwache Angelegenheit, die mittlere Windgeschwindigkeit lag dabei in der Regel nur wenig oberhalb der Sommermonate. Für einen Dezember, welcher normalerweise den ein oder anderen Wintersturm enthält, eher ungewöhnlich. Am windigsten waren noch die milden Tage vor Weihnachten sowie während des Schneetiefs „HERMINE“ direkt danach. Die Station oberhalb von Wingeshausen kam dabei auf genau 50 km/h. Die Sonne, welche im November noch verbreitet Überstunden gemacht hatte, versteckte sich dagegen hinter einer meist dichten Wolkendecke. Kaum mehr als 10 bis 20 Stunden lang zeigte sie sich im Wittgensteiner Land. Trotzdem: Mit fast 1600 Sonnenstunden war das Gesamtjahr 2020 insgesamt wieder sehr sonnenscheinreich.