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Weiterer Zeuge im Burbach-Prozess vernommen
© Bernd Müller
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Weiterer Zeuge im Burbach-Prozess vernommen

Im "Burbach-Prozess" wurde heute ein weiterer Zeuge vernommen. Die Verhandlung begann mit deutlicher Verspätung.

Veröffentlicht: Mittwoch, 18.11.2020 12:37

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Seit etwas mehr als zwei Jahren läuft der sogenannte „Burbach-Prozess“ am Siegener Landgericht. Heute hat die Kammer in der Siegerlandhalle einen 34jährigen Mann als Zeugen befragt. Die Verhandlung begann mit einer Stunde Verspätung. Auf dem Weg nach Siegen erfuhr einer der Verteidiger, dass er Kontakt zu einem Corona-Infizierten gehabt hat. Der Jurist drehte um. Strafkammer, Staatsanwaltschaft und einige Anwälte bemühten sich, eine Lösung zu finden: Ein Anwalt aus Kreuztal sprang ein. Damit konnte die Kammer wie geplant einen Zeugen vernehmen. Der Mann lebte Ende 2013 / Anfang 2014 für etwa sechs Wochen in der Flüchtlingsunterkunft. Während dieser Zeit musste er „als Strafe“ mal eine Nacht im sogenannten „Problemzimmer“ verbringen, weil er mit anderen auf seinem Zimmer geraucht hatte. Er und seine drei Freunde seien von zwei oder drei Security-Mitarbeitern in „das andere Zimmer“ gebracht worden. Das wäre friedlich abgelaufen, keiner habe sich gewehrt, so der Mann, der heute in Mönchengladbach lebt. Im Zimmer hätten Betten gestanden, die Türe sei nicht abgeschlossen gewesen. Am nächsten Morgen konnten sie das Zimmer wieder verlassen. Auf Fotos erkannte er einen Security-Mitarbeiter wieder, der seinerzeit dabei war, bei einem weiteren war er sich nicht sicher. Die Verhandlung wird am 9. Dezember fortgesetzt.

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