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Weiterer Prozesstag im Burbach Prozess
© Bernd Müller
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Weiterer Prozesstag im Burbach Prozess

Der Hüttensaal der Siegerlandhalle in Siegen ist gestern wieder zum Gerichtssaal geworden. Die Erste Große Strafkammer hat den so genannten „Burbach-Prozess“ fortgesetzt. Es geht unter anderem um Fälle von Körperverletzung in der ehemaligen Flüchtlingsunterkunft Burbach.

Veröffentlicht: Donnerstag, 12.11.2020 05:13

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Am Siegener Landgericht ist gestern der sogenannte „Burbach-Prozess“ fortgesetzt worden. Im Hüttensaal der Siegerlandhalle wurden weitere Protokolle von Aussagen verlesen, die ehemalige Bewohner der Notaufnahmeeinrichtung Burbach bei der Polizei gemacht haben. Darunter waren auch zwei Aussagen eines Mannes aus Algerien. Nach sieben Jahren Flucht wurde er Anfang August 2014 in der Flüchtlingsunterkunft in der früheren Siegerlandkaserne untergebracht. Eine Woche nach seiner Ankunft erlebte der Algerier etwas, das er laut seiner Aussage bei der Polizei niemals im Leben vergessen wird: Wachleute sollen ihn schwer geschlagen und getreten haben. Anlass war die zerplatzte Wasserflasche eines Mitbewohners draußen vor dem Gebäude – er selbst habe geschlafen. Er habe aufstehen und seine Schuhe anziehen müssen. Dann habe man ihn in „das Zimmer“ gebracht. Das Zimmer, in das sie Leute bringen, um sie zusammenzuschlagen. „Die behandeln uns wie Tiere“, sagte er laut Protokoll der Aussage, die ein Polizeibeamter im September 2014 in der Notaufnahmeeinrichtung Burbach aufgenommen hat. Nächste Woche Mittwoch wird das Verfahren fortgesetzt.

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