
Weiter Krebs-Behandlungen an Diakonie-Klinikum
Juristischer Erfolg für das Diakonie-Klinikum in Siegen und Freudenberg: Einige Behandlungen in der Onkologie und Kardiologie sind wieder möglich. Nach einer erfolgreichen Klage dürfen diese spezialisierten Leistungen vorerst weiter angeboten werden.
Veröffentlicht: Dienstag, 07.04.2026 15:54
Das Oberverwaltungsgericht Münster hat eine Entscheidung getroffen. Das Diakonie Klinikum darf nun wieder spezielle Krebsbehandlungen durchführen.
Erfolg für Diakonie
Dazu gehören Therapien bei Leukämie, Lymphomen sowie Enddarm- und Eierstockkrebs. Auch Stammzelltherapien sind an den Standorten Siegen und Freudenberg wieder erlaubt. Zuvor hatte die neue NRW-Krankenhausplanung diese Leistungen gestrichen. Nun bleibt das Angebot für Krebspatienten jedoch bis auf Weiteres bestehen.
Auch Herzmedizin betroffen
Auch in der Herzmedizin gibt es Neuigkeiten für das Klinikum. Das Land NRW erlaubt wieder spezielle Untersuchungen bei Herzrhythmusstörungen. Dabei geht es vor allem um elektrophysiologische Tests und Behandlungen. Die Behandlungen dürfen bis zum Ende des rechtlichen Verfahrens fortgeführt werden.
Klage gegen Plan
Das Diakonie Klinikum hatte gegen die ursprüngliche Krankenhausplanung geklagt. Die Verantwortlichen sahen die medizinische Qualität vor Ort gefährdet. Die Gerichte gaben dem Klinikum nun in einem ersten Schritt teilweise recht. Die Klinikleitung sieht darin nach eigener Aussage eine Bestätigung ihrer spezialisierten Arbeit. Für die Standorte in Siegen und Freudenberg sei dies ein großer Erfolg, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Versorgung der Patienten stehe dabei weiterhin im Mittelpunkt.