
Was können Eltern, Lehrer oder Freunde tun, die befürchten, dass sich jemand radikalisiert hat? Für die Klärung dieser Frage gibt es jetz Hilfe in Siegen. Der Verein Brücke Siegen betreibt hier nun eine Beratungsstelle. Sie ist die 25. dieser Art in NRW und Teil des landesweiten Präventionsprojektes „Wegweiser“. Die Arbeit hier soll helfen, den Einstieg vor allem junger Menschen in den gewaltbereiten Salafismus zu verhindern. Gestern Nachmittag wurde die Arbeit der Beratungsstelle offiziell vorgestellt. Mit dabei war auch NRW-Innenminister Herbert Reul. Die Arbeit der Beratungsstellen in ganz NRW sei enorm wichtig, so Reul gegenüber Radio Siegen. Die Gefahr der Radikalisierung sei überall da und müsse überall bekämpft werden. Laut Verfassungsschutz gibt es in Siegen-Wittgenstein und Olpe aktuell rund 70 gewaltbereite Salafisten.