
Der schwere Waldbrand zwischen Haiger und Dillenburg ist mittlerweile unter Kontrolle. Das hat Nicole Zey, Pressesprecherin des Lahn-Dill-Kreises gegenüber Radio Siegen bestätigt. Beendet ist der Einsatz für die 350 Feuerwehrleute damit aber noch lange nicht. Mittlerweile seien sogar 30 Hektar Fläche betroffen, zudem gebe es viele Glutnester, die noch gelöscht werden müssten, so Zey. Die Nachlöscharbeiten werden daher wohl noch Tage dauern. Der Einsatz sei von Anfang an eine Herausforderung gewesen, so Zey weiter. Die Einsatzkräfte hätten Probleme gehabt, überhaupt zum Brand vorzudringen. Außerdem hat es laut Zey immer wieder neue Entfachungen gegeben. Die Glut habe sich relativ schnell verbreitet, sogar im Rhein-Lahn-Kreis habe es einzelne Feuer gegeben, die auf den Brand bei Haiger zurückzuführen gewesen seien. "Durch die Thermik hat sich die Glut fast 100 Kilometer Richtung Westen bewegt", so Zey. Bei den Löscharbeiten sind mittlerweile auch Feuerwehrkräfte aus angrenzenden Landkreisen im Einsatz.
Das Feuer war gestern Nachmittag im Wald zwischen Oberroßbach und Frohnhausen ausgebrochen. Zunächst standen rund 1000 Quadratmeter in Flammen, das Feuer breitete sich aber rasant aus. Die Rauchsäule war kilometerweit zu sehen. Auch aus Siegen-Wittgenstein riefen viele Menschen den Notruf.