
Die Wahl-Gruppe mit Hauptsitz in Weidenau muss sich wirtschaftlich neu aufstellen. Dafür hat das Unternehmen für sechs seiner Gesellschaften ein Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung gestartet. Ziel ist es, die Standorte und Arbeitsplätze der Gruppe langfristig für die Zukunft zu erhalten.
Betrieb geht weiter
An den insgesamt 31 Standorten der Autohausgruppe geht der tägliche Betrieb ohne Einschränkungen weiter. Die Geschäftsführung bleibt im Amt und wird von einem vom Gericht bestellten Sachverwalter beaufsichtigt. Unterstützung erhält das Unternehmen von einem Team der Kanzlei Schultze & Braun. Kunden können ihre Termine und Autokäufe wie gewohnt an allen Standorten wahrnehmen.
Löhne sind gesichert
Für die rund 1.000 Mitarbeitenden der Gruppe gibt es zunächst eine finanzielle Sicherheit. Ihre Löhne und Gehälter werden bis Ende November über das sogenannte Insolvenzgeld ausgezahlt. Ab Dezember plant die Wahl-Gruppe, die Zahlungen wieder vollständig aus eigenen Mitteln leisten zu können.
Ursachen der Krise
Das Unternehmen nennt vor allem die gestiegenen Kosten und weniger Autokäufe als Gründe für die Probleme. Zusätzlich hat die Neuordnung der verschiedenen Automarken die Gruppe vor große Herausforderungen gestellt. Die Wahl-Gruppe gehört mit 16 Marken zu den größten Autohändlern in ganz Deutschland.