
Rund 200 Interessierte kamen gestern auf Einladung der Kreisverwaltung zum Nationalparkforum ins Siegener Lyz. Kritik für den Verlauf und den Vorlauf der Veranstaltung gab es von der CDU um ihren Kreisvorsitzenden Benedikt Büdenbender.
Zu den flammenden Befürwortern eines Nationalparks am Rothaarkamm auf der Bühne zählte Michael Lammertz vom Nationalpark Eifel, dem bisher einzigen in NRW.
Lammertz rechnete vor, dass der Nationalpark ein Plus von einer Million Touristen pro Jahr in die Eifel gebracht hätte.
Guido Müller von der FDP unterstrich am Rand des Forums darauf, dass der Nationalpark nicht nur dem Tourismus, sondern auch der Wirtschaft guttun könnte.
Genau in diesem Punkt seien viele heimische Unternehmer skeptisch, warf Hans-Peter Langer von der Industrie- und Handelskammer Siegen im Radio Siegen-Interview ein.
Unterm Strich schienen sich in der Aula letztlich aber doch mehr Befürworter als Gegner eines Nationalparks eingefunden zu haben.
Mit dem gestrigen Nationalparkforum endete die Bürgerbeteiligungsphase rund um das Projekt. Nun ist die Politik gefordert. Ziel ist eine Abstimmung pro oder contra Nationalpark Mitte November.
