
Knapp 50 Anwohner und Interessierte sind gestern Abend in die Siegerlandhalle gekommen, um mehr über die geplanten Windräder zwischen Eiserfeld und Neunkirchen zu erfahren. Eine Tochter der Düsseldorfer Stadtwerke möchte dort bis 2025 vier bis zu 250m hohe Anlagen bauen. Entstehen sollen die Anlagen auf dem Boden der Waldgenossenschaft Eiserfeld, die die Pachteinnahmen gut gebrauchen könnte, um die Kahlflächen in ihrem Bereich wiederaufzuforsten. Radio Siegen hat mit mit einigen Besuchern gestern Abend gesprochen:
Die Genehmigung beim Kreis soll in den kommenden Tagen beantragt werden. Ein Umweltgutachten hat keine Gründe gefunden, die gegen das Großprojekt sprechen. Die Gutachter hatten in den vergangenen Wochen hunderte Stunden vor Ort verbracht, um das Vorkommen bedrohter Tierarten vor Ort zu erfassen. Ihre Auswertung: Rotmilane nisten dort nicht, Haselhühner kommen nicht vor und auf die ortsansässigen Fledermäuse wird Rücksicht genommen. Wenn sie fliegen, sollen die Anlagen nachts abgestellt werden. Das Gleiche gilt auch, wenn die Windräder an Tagen mit langem Sonnenschein ihre Schatten zu lange auf Häuser in der Umgebung werfen würden. Auch dann würden die Windräder automatisch abgestellt.