
Die Corona-Pandemie, das festsitzende Schiff im Suez-Kanal, die Sperrung der A45 und jetzt der Krieg in der Ukraine – eine Krise jagt die nächste und alle wirken sie sich auf unsere heimische Wirtschaft aus. Die Industrie- und Handelskammer Siegen hat rund 500 Firmen in Siegen-Wittgenstein und Olpe zum Konjunkturklima befragt. Größter Unsicherheitsfaktor ist im Moment der Krieg in der Ukraine. Vier von fünf Firmen gaben an, von den Folgen betroffen zu sein. Genannt werden hier vor allem steigende Energiepreise. Nur elf Prozent der Firmen blicken optimistisch in die Zukunft. Düster fallen die Prognosen vor allem im Baugewerbe und im Großhandel aus. Die Auftragslage in Teilen der Industrie ist laut Umfrage noch auf gutem Niveau, aber jede dritte Firma berichtet inzwischen auch von einbrechenden Auftragseingängen. Etwas besser ist die Stimmung in Teilen des Einzelhandels und im Gastgewerbe. Hier hat sich die Lage laut Umfrage im Vergleich zum Jahresbeginn etwas entspannt. Aber auch hier beobachtet man die Preissteigerungen und Unsicherheiten mit Sorge. Man habe gehofft, dass man nach Covid wieder in normalere Fahrwasser komme, so IHK-Hauptgeschäftsführer Klaus Gräbener. „Wir sehen aber jetzt: Schlimmer geht immer“, so Gräbener gegenüber Radio Siegen.