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Viel Sonne im Wonnemonat
© Simone Kramer
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Viel Sonne im Wonnemonat

Veröffentlicht: Montag, 01.06.2020 14:08

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Nach einem niederschlagsarmen April brachte auch der Mai dem Wittgensteiner Land nur wenige Regentage und kein einziges Gewitter. Die Sonne zeigte sich länger als üblich. Viele kalte Nächte machten es der erwachenden Pflanzenwelt nicht einfach. Dies zeigten die Messungen und Beobachtungen des Wetterportals Wittgenstein. Mit einer Mitteltemperatur von 8,6°C in Benfe und genau 10°C am Sonnenhof oberhalb von Wingeshausen wich der Mai 2020 nur wenig von den langjährigen Mittelwerten ab. Trotz vieler Sonnenstunden zeigten sich die Tagestemperaturen nur selten frühsommerlich. Zwischen dem 20. und 22. des Monats erreichten die Werte selbst in den höchsten Lagen der Region zwischen 21 und 23°C. Die Skihütte Pastorenwiese kam beispielsweise auf 22,4°C, die Station an der Ginsberger Heide auf 22,8°C. In Feudingen wurde ein Sommertag mit 24,1°C in der Spitze nur knapp verfehlt. 

Spannend waren bei den zahlreichen klaren Nächten vor allem die Tiefsttemperaturen. In diesem Mai sank das Thermometer an 18 Tagen zumindest einmal unter den Gefrierpunkt, direkt über dem Erdboden wurde sogar an 27 Tagen leichter Frost aufgezeichnet. Besonders frisch waren dabei die Eisheiligen zwischen dem 12. und 15. Mai. In einer dieser Nächte wurde es an dieser Extremstation mit -7,8°C in 2 m Höhe und -10°C am Boden so kalt wie im Hochwinter. Auch in Hesselbach im oberen Banfetal kam man mit knapp -6°C ordentlich ins Schlottern, am Städtischen Gymnasium in Bad Laasphe lag der Tiefstwert bei -1,4°C.

Das zweite Problem war der erneut ausbleibende Niederschlag. Lediglich die ersten drei Monatstage sowie eine kurze Phase rund um den 23. Mai brachten etwas häufiger nass von oben. Ansonsten blies der konstant wehende Nord- bis Ostwind alle Feuchtigkeit weg. Letztendlich kamen in Erndtebrück noch 36 Liter auf jeden Quadratmeter zusammen, in Dotzlar waren es nur noch 21, in Laasphe lediglich 20 Liter. Dies entspricht kaum einem Drittel der normalen Mengen, welche in einem durchschnittlichen Wittgensteiner Mai zwischen 60 und knapp 100 Litern liegen. Bemerkenswert war zudem, dass es kein einziges Gewitter gab, welches sich ebenfalls durch die trockenen Ostwinde erklären lässt. 

Dieser Wind wehte am Sonnenhof oberhalb von Aue-Wingeshausen mit einer mittleren Geschwindigkeit von 5,4 km/h. Die maximalen Böen erreichten in den Wittgensteiner Orten meist zwischen 50 bis 60 km/h.

Die Sonne machte mal wieder Überstunden, wenn auch die Rekordwerte aus dem April nicht ganz erreicht wurden. Insgesamt wurde aber wieder einmal die Marke von 200 Sonnenstunden überschritten, so dass sich die gelbe Kugel etwa 60 Stunden länger als üblich zeigte. Insgesamt bekamen 20 der 31 Maitage das Prädikat freundlich oder sogar sonnig. 

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