
Versuchter Totschlag vor Gericht
Zwei Siegener müssen sich seit heute vor dem Siegener Landgericht verantworten. Die Anklage lautet unter anderem auf versuchten Totschlag. Der Hauptangeklagte habe seinen Schwager töten wollen, so die Anklage. Wohl aus Rache dafür, dass seine Frau ein Verhältnis mit ihm gehabt habe.
Veröffentlicht: Donnerstag, 20.01.2022 12:44
Messer in den Nacken
Der Hauptangeklagte habe den Mann konfrontieren wollen, fuhr mit seinem Bruder mitten in der Nacht zum Haus des Schwagers in Siegen. Es kommt zum Streit, beide kämpfen. Der Angeklagte zückt ein Messer und rammt es dem Schwager in den Nacken, heißt es in der Anklage.
Am Boden liegend weiter attackiert
Lebensgefährlich verletzt habe das Opfer versucht, sich in den Hausflur zu retten. Dort hätten die beiden Angeklagten weiter auf ihn eingeschlagen, ihm mit dem Messer in Knie und Oberschenkel gestochen. Laut Staatsanwaltschaft lassen die Angreifer erst von ihm ab, als sie denken, dass er sowieso sterben wird.
Zweifel im Gerichtssaal
Die Aussage des Bruders hat im Gerichtssaal Zweifel aufkommen lassen. Das Opfer habe auch ein Messer dabei gehabt. Er selbst selbst sei nur zum Streitschlichten mitgekommen, so der Mitangeklagte. Der Fall wird an sechs weiteren Terminen verhandelt.