
Ein 31jähriger Mann steht seit heute in Siegen vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft Siegen hat ihn wegen heimtückischen versuchten Totschlags angeklagt. Sie geht zugleich davon aus, dass der Angeklagte zum Zeitpunkt der Tat nicht schuldfähig war. Zum Prozessauftakt vor der Schwurgerichtskammer des Landgerichts sind am Dienstag Zeugen aus dem Krankenhaus und von der Polizei befragt worden.
Mit Beil in Nachbarwohnung
Laut Anklage stellte sich der Sachverhalt wie folgt dar: im Februar 2023 soll der Beschuldigte nachts mit einem Beil in die Wohnung seines Nachbarn eingedrungen sein. Dort soll er mit dem Beil auf den Nachbarn eingeschlagen haben. Dabei soll er immer wieder von Satan gesprochen haben. Der Geschädigte konnte vors Haus fliehen, wo er auf die ersten Polizeibeamten traf. Er wies schwere Verletzungen an den Armen auf, die im Krankenhaus versorgt werden mussten. Den mutmaßlichen Täter konnte die Polizei vor seiner Wohnung stellen.
Angeklagter will zur Sache aussagen
Der Angeklagte hat heute angekündigt, das er sich beim nächsten Verhandlungstermin zur Tat äußern will. Die Kammer hat für das Verfahren insgesamt sieben Verhandlungstage angesetzt. Die Urteilsverkündung ist für den 7. September vorgesehen.