
Urteil am Siegener Landgericht
Weil er unter Wahnvorstellungen litt, warf ein Mann zwei Molotov-Cocktails im März in ein Mehrfamilienhaus in Littfeld. Hinter Gitter muss er nicht, da er als schuldunfähig eingestuft worden ist. Er bekam eine Bewährungsstrafe von fünf Jahren und muss in die Psychiatrie.
Veröffentlicht: Mittwoch, 08.11.2023 16:16
Wegen Brandstiftung musste sich heute vor dem Siegener Landgericht ein 54-jähriger Mann aus Siegen verantworten. Er hat fünf Jahre auf Bewährung bekommen und muss zudem in eine Psychiatrie. Am 5.März hatte der Mann zwei Molotov-Cocktails gebaut. Einen davon warf er in den Briefkasten eines Mehrfamilienhauses in Littfeld. Den zweiten warf er direkt in den Hausflur. Im Keller des Hauses, so vermutete er, wurde seine Arbeitskollegin als Sklavin festgehalten. Mit seiner Tat wollte er die Feuerwehr alarmieren. Damit diese die Frau findet und letztendlich befreit. Ernsthaft verletzt wurde bei dem Brand aber niemand. Das Gericht hat den Mann als schuldunfähig eingestuft, da er unter Wahnvorstellungen und Schizophrenie leide.