
Unternehmen aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein haben erneut Kritik an den Plänen für einen Nationalpark am Rothaarkamm geäußert. Bei einem Gespräch mit NRW-Umweltminister Oliver Krischer und Landrat Andreas Müller machten Vertreter der regionalen Wirtschaft ihre Bedenken deutlich.
Nach Angaben der Industrie- und Handelskammer und der Arbeitgeberverbände komme die Diskussion über einen Nationalpark zur falschen Zeit. Viele Betriebe stünden wegen der schwierigen wirtschaftlichen Lage ohnehin unter Druck. Deshalb müsse die Politik ihre Kraft vor allem auf die Sicherung von Arbeitsplätzen und die Stärkung der Wirtschaft konzentrieren.
Kritisiert wurde auch das Tempo, mit dem der Nationalpark-Prozess vorangetrieben werde. Die Unternehmer verweisen auf andere wichtige Projekte in der Region, etwa den Ausbau der Verkehrsverbindungen zwischen Wittgenstein und dem Siegerland. Dort gehe es seit Jahren nur langsam voran. Die Vertreter der Wirtschaft betonten, dass die Mehrheit ihrer Mitgliedsunternehmen einen Nationalpark unter den derzeitigen Bedingungen weiterhin ablehnt. Die geäußerten Bedenken müssten bei den politischen Entscheidungen berücksichtigt werden.