
Unter strengen Auflagen wieder Routine gewinnen
Nach fast einem Jahr Corona-bedingten Übungs- und Ausbildungsausfall planen die Feuerwehren im Kreis Siegen-Wittgenstein den Übungs- und Ausbildungsbetrieb in den nächsten Wochen Schritt für Schritt wieder aufzunehmen, allerdings unter strengen Vorschriften.
Veröffentlicht: Donnerstag, 01.04.2021 15:57
Die Feuerwehren im Kreis Siegen-Wittgenstein wollen den Übungs- und Ausbildungsbetrieb wieder aufzunehmen. Nach fast einem Jahr Corona-bedingter Pause sei das auch dringend notwendig, so Kreisbrandmeister Bernd Schneider. Die Routine-Praxis sei für die Wehrleute sehr wichtig. Zum einem, um sich bei einem Einsatz nicht selbst in Gefahr zu bringen und zum anderen um in den Situation angemessen handeln zu können. Unter strengen Auflagen und Hygienekonzept dürfen darum nun wieder praktische Übungen gemacht werden. Der Kreis hat ein entsprechendes Konzept erarbeitet und mit den Leitern der Feuerwehren besprochen. Die Ordnungsämter der Kommunen müssen dieses noch genehmigen, heißt es vom Kreis. Das Konzept legt unter anderem fest, dass grundsätzlich alle Teilnehmenden vor Beginn einer Übungsmaßnahme einen Schnelltest machen müssen. Die Vorsichtsmaßnahmen gehen grundlegend über die üblichen Regelungen hinaus. Das Konzept legt z.B. fest, dass grundsätzlich alle Teilnehmenden vor Beginn einer Übungsmaßnahme einen Schnelltest machen. Teilnehmen darf nur, bei wem das Ergebnis negativ ist. Wer bereits einen tagesaktuellen negativen Schnelltest vorweisen kann, darf ebenfalls teilnehmen. Nicht an einer Übung teilnehmen darf dagegen jemand, der Krankheitsanzeichen wie z.B. Husten, Fieber Geschmacks- oder Geruchslosigkeit hat, gerade aus einem Risikogebiet zurückgekehrt ist oder bei dem sich im engeren Familienverband jemand aktuell in Quarantäne befindet. Sollte sich also z.B. ein Kind durch Kontakt zu einem erkrankten Klassenkameraden in Quarantäne befinden, dürfen dessen Familienangehörige nicht an den Übungen teilnehmen. Damit gehen die Vorsichtsmaßnahmen für den Übungsbetrieb der Feuerwehren noch einmal über die aktuell sonst üblichen Regelungen hinaus. „Auch in Zeiten der Corona-Pandemie müssen wir sicherstellen, dass die öffentliche Sicherheit weiter gewährleistet ist. Dabei sind die Freiwilligen Feuerwehren ein unverzichtbarer Bestandteil“, sagt Thiemo Rosenthal, Ordnungsdezernent und Leiter des Krisenstabs des Kreises: „Mit dem vorliegenden Konzept haben wir eine Grundlage erarbeitet, die den Herausforderungen der Corona-Pandemie genauso Rechnung trägt, wie den Erfordernissen unserer Feuerwehren.“