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Uni Siegen verabschiedet sich von Medizinstudium
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Uni Siegen verabschiedet sich von Medizinstudium

Die Universität Siegen strukturiert ihre medizinnahen Studiengänge und Forschung neu. Ziel ist eine stärkere, interdisziplinäre Ausrichtung und die Förderung der Digitalisierung.

Veröffentlicht: Freitag, 20.09.2024 05:52

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Die Universität Siegen strukturiert ihre medizinnahen Studiengänge und Forschungen neu. 2025 wird die Lebenswissenschaftliche Fakultät (LWF) aufgelöst und durch eine zentrale wissenschaftliche Einrichtung ersetzt, die mit allen Fakultäten der Universität verzahnt ist. Ziel ist es nach eigener Aussage der Uni-Verwaltung, die Forschung breiter und stärker aufzustellen und die Attraktivität der gut nachgefragten Studiengänge weiter zu steigern.

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Digitalisierung und Gesundheitsversorgung im Fokus

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Die neue Einrichtung integriert die „Digitale Modellregion Gesundheit Dreiländereck“ (DMGD), die seit 2019 Versorgungsmodelle für ländliche Regionen entwickelt. Der Fokus liegt auf der Digitalisierung im Gesundheitswesen und der wohnortnahen Versorgung. Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt dieses Vorhaben.

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Vorteile der neuen Struktur

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Prof. Dr. Christoph Strünck, Gründungsdekan der LWF, sieht klare Vorteile: „Wir können durch eine zentrale wissenschaftliche Einrichtung und eine Verzahnung der etablierten Fakultäten das Potenzial der Universität viel besser nutzen. Das wird uns ermöglichen, Studiengänge besser und breiter aufzustellen, in der Forschung noch stärker interdisziplinär zu arbeiten, und eine Schippe draufzulegen.“ Die bestehenden Studiengänge wie Psychologie werden an andere Fakultäten angebunden, was den Studierenden erweiterte Wahlmöglichkeiten bietet.

Die Universität bietet seit 2019 den Studiengang „Digital Biomedical and Health Sciences“ sowie zwei Master-Studiengänge (Biomedical Technology und Digital Public Health) an. Diese Programme sind sehr gefragt und adressieren wichtige Themen der gesundheitlichen Versorgung. Die Kooperation mit den Siegener Kliniken ermöglicht praxisnahe medizinische Lehrinhalte.

Die Forschungsprofile werden weiter ausgebaut, insbesondere durch die DMGD und eine neue Professur für Versorgungsforschung, die Prof. Dr. Eva Wild ab dem April 2025 übernimmt. Auch der Bereich „Public Health“ wird weiter profiliert, um Menschen zu befähigen, länger gesund zu bleiben.

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