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Ungewissheit bei den Muradis geht weiter
© Simon Volkmann
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Ungewissheit bei den Muradis geht weiter

Darf die Familie Muradi in Aue-Wingeshausen bleiben oder wird sie nach Aserbaidschan abgeschoben? Weiterhin herrscht in dieser Frage Ungewissheit.

Veröffentlicht: Mittwoch, 18.05.2022 13:43

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Wie geht es weiter mit den Muradis aus Aue-Wingeshausen? Der Familie aus Aserbaidschan droht die Abschiebung, obwohl sie seit Jahren im Kreis leben, gut Deutsch sprechen und hier integriert sind. Der Vater hat zudem einen Ausbildungsplatz in der Pflege sicher. Trotzdem war die Abschiebung bereits beschlossene Sache, Mutter Sevine wurde Anfang des Jahres in der Kreis-Ausländerbehörde sogar verhaftet. Dann kam die Wende: Im März wurde die Abschiebung vorerst ausgesetzt. Geschuldet war das dem großen Einsatz von vielen Menschen, die den Fall vor den Petitionsausschuss des Landtags gebracht hatten. Drei Mal hatte sich der Ausschuss damit beschäftigt. Obwohl die Muradis weiter in Deutschland sind, geht es ihnen nicht gut. Das hat Horst Löwenberg vom Bündnis „Recht zu bleiben“ gegenüber Radio Siegen gesagt. Das Bündnis setzt sich gemeinsam mit dem Dorfverein Aue Wingeshausen für die Familie ein. Die Ungewissheit mache den Muradis massiv zu schaffen, so Löwenberg. Die Familie sei nach wie vor sehr belastet und gerade die Kinder seien nach dem Vorfall mit ihrer Mutter traumatisiert. 

Wann die Ungewissheit für die Familie endet, ist aktuell auch nicht abzusehen. Der Fall liegt nun bei einer Härtefallkommission. Wann sie eine Entscheidung fällen wird, ist unklar. Noch gibt es laut Löwenberg keinen Termin. Sicher ist bisher nur: Die Entscheidung der Kommission ist dann endgültig und rechtlich bindend. 

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