
Der Bund fördert den Testbetrieb einer autonomen Medizindrohne in Siegen. Laborproben, Blutproben oder anderes medizinisches Material sollen per Drohne auf einer 2,5 Kilometer langen Flugstrecke zwischen der DRK-Kinderklinik auf dem Wellersberg und dem Kreisklinikum in Weidenau befördert werden. Das Pilotvorhaben soll Erkenntnisse darüber erbringen, welche Rahmenbedingungen nötig sind, damit digitale Transportdienstleistungen zur medizinischen Versorgung in der Stadt Siegen aufgebaut werden können. In der Siegener DRK-Kinderklinik fallen täglich rund 50 Laboruntersuchungen z. B. von Blut an. Diese Proben müssen nach der Entnahme beim Patienten umgehend zur Analyse in das Zentrallabor des Kreisklinikums Siegen nach Weidenau gebracht werden. Aktuell werden solche Proben in ganz Deutschland noch auf der Straße per Paketdienst, Kurier oder Taxi, sowie per Post zwischen der jeweiligen Klinik und dem Labor versendet. Der Einsatz von Drohnen kann hier ein neues Zeitalter einleiten. Dreiviertel der Kosten des Projekts „KODRONA“ übernimmt laut Stadt Siegen das Bundesverkehrsministerium aus einem Topf für Flugtaxis. Beteiligt sind der Klinikverbund aus DRK-Kinderklinik, Kreisklinikum und St.-Marien-Krankenhaus, die Stadt Siegen sowie die Siegener Unternehmen Microdrones und Guntermann und Drunck.