Anzeige
Umweltausschuss votiert gegen Nationalpark
© Canva (Symbolbild)
Teilen:

Umweltausschuss votiert gegen Nationalpark

Wenn der Kreistag seinem Fachausschuss folgt, bekommt der Kreis Siegen-Wittgenstein keinen Nationalpark.

Veröffentlicht:

Anzeige

Freitag in einer Woche ist der Kreistag gefordert, in der Nationalpark-Frage Farbe zu bekennen. Möchte Siegen-Wittgenstein ihn oder nicht? Die Entscheidung im vorgeschalteten Umweltausschuss war heute Abend (Mo, 02.11.26) knapp, aber eindeutig. Mit den Stimmen von CDU und AfD wurde der Vorschlag abgelehnt. Die beiden Hauptargumente: Erstens: Selbst, wenn der Kreis nichts zu zahlen hätte, würde ein Nationalpark trotzdem mit Steuergeldern finanziert. Und zweitens: In der neuen Beschlussvorlage der Kreisverwaltung würden zwar alle Bedenken angesprochen, aber nicht verbindlich und rechtssicher beantwortet. Vor allem mit Blick auf die dringend nötige Umsetzung der "Route 57".

Guido Müller von der FDP wunderte sich über diese Argumentation sehr: Die CDU würde doch den Ministerpräsidenten in NRW und den Kanzler stellen. Warum würde beiden misstraut?

Anzeige
Guido Müller (FDP)
zum Nein der CDU zu einem möglichen Nationalpark
Anzeige

Prof. Klaudia Witte sitzt beratend im Kreisumweltausschuss. Sie versteht das Problem der Nationalparkgegner aus der Wirtschaft nicht. Wald und Industrie hätten sich doch bislang auch nicht ausgeschlossen.

Anzeige
Klaudia Witte
zur Grundproblematik der Wirtschaft
Anzeige

FDP und SPD wiesen zudem darauf hin, dass man mit einem Nationalpark dem Sauerland etwas entgegensetzen könnte. Denn derzeit würde es 80% der Rothaarsteig-Touristen ins Sauerland ziehen.

Anzeige
Anzeige
Anzeige