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Ukrainischer Botschafter zu Gast in Siegen
© Dominik Pfeiffer
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Ukrainischer Botschafter zu Gast in Siegen

Hohen Besuch am Wochenende in Siegen - der ukrainische Botschafter Andrij Melnik hat sich ins „Goldene Buch“ der Stadt eingetragen und im Apollo-Theater die Premiere von Beethovens Freiheitsoper „Fidelio“ besucht. An der Produktion war auch das Ensemble eines Exil-Musiktheaters aus Kiew beteiligt. Melnik bedankte sich bei Siegens Bürgermeister Steffen Mues für die Aufnahme von rund ukrainischen 1.200 Geflüchteten.

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Radio Siegen war bei Melniks Besuch im Apollo-Theater mit dabei und hat sich auch mit ihm unterhalten. Am Radio Siegen-Mikro betont er, die Ukraine werde keine Gebietsabtretungen an Russland akzeptieren, die russische Armee müsse aus allen besetzten und eroberten Landesteilen wieder zurückgedrängt werden. Um das zu schaffen, fordert Melnik von Deutschland die Lieferung schwerer Waffen. Kalaschnikows reichten nicht aus, man brauche auch Mehrfachraketenwerfer, Marder-Panzer und vieles mehr. Er sei zwar dankbar für die westlichen Sanktionen, trotzdem fordert er mehr. Russland verdiene immer noch jeden Tag mehrere Milliarden, von dem Geld könne man stattdessen bis zu 30.000 Marder-Panzer kaufen. Die jetzt geschaffene EU-Beitrittsperspektive sieht Melnik als Chance, das gebe dem Land Kraft. Die Reformen, um den EU-Beitritt dann auch zu erreichen, werde die Ukraine wohl in fünf bis sieben Jahren schaffen.

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