
Die marode Talbrücke Rahmede an der A 45 bei Lüdenscheid soll noch in diesem Jahr gesprengt werden – das hatte Bundesverkehrsminister Volker Wissing vor wenigen Tagen beim Jahresempfang der IHK Siegen versprochen. Die Bundesregierung hat jetzt im Verkehrsausschuss des Bundestages erklärt, dass erst im Dezember gesprengt werden solle. Das sei quasi in einem Nebensatz erwähnt worden, sagt der CDU-Bundestagsabgeordnete Florian Müller aus Drolshagen. Die Sprengung verschiebe sich also um mindestens zwei Monate. Das bedeute, dass Anwohner weiterhin unter den massiven Folgen der Sperrung leiden und weiterhin ein extremer wirtschaftlicher Schaden entstehe.
"Die Menschen fühlen sich alleingelassen"
Florian Müller weiter: „Was mir wirklich Sorge macht, ist die Haltung der Bundesregierung gegenüber den Menschen in der Region. Der Vertreter der Bundesregierung hat gesagt, aus seiner Sicht sei die Region sehr zufrieden mit der Arbeit der Bundesregierung, was die Rahmede-Talbrücke angeht. Das trifft an keiner Stelle die Stimmung, die ich im Sauerland und im Siegerland und in ganz Südwestfalen wahrnehme. Die Menschen fühlen sich alleingelassen, sie warten dringend auf verbindliche Signale. Sie wollen wissen, wie jetzt genau der Aufbau beschleunigt wird. Und dann zu sagen, alle seien zufrieden, das zeigt einfach eine maximale Distanz der Bundesregierung zu den Menschen in der Region, zu den Menschen, die sich in dieser gravierenden Notsituation befinden.“