
Im zweiten Dürrejahr in Folge sterben große Teile der Wälder in NRW. Die Situation ist dramatisch. Das Land verspricht schnelle Hilfe und will die Wiederaufforstung mit jährlich 10 Millionen Euro fördern. Pro Hektar NRW-Wald sind das im Schnitt etwa 14 Euro. Aber: Es gibt Bagatell- und Höchstgrenzen. Das Antragsverfahren sei kompliziert, sagt Johannes Röhl von der fürstlichen Rentkammer in Bad Berleburg. Er leitet den größten privaten Forstbetrieb in NRW. Gerade in Wittgenstein sind große Teile der Fichtenbestände schon abgestorben. Röhl begrüßt die Hilfe vom Land, aber ganz zufrieden ist er damit nicht. Das Verfahren sei sehr kompliziert, zudem gebe es eine Förderhöchstgrenze pro Jahr und Antragssteller von 15.000 Euro. Das sei ein „Sprühnebel auf eine heiße Platte“. Für kleine Forstbetriebe sei die Situation bedrohlich, den großen drohten Verlusten in Millionenhöhe, so Röhl weiter.