Anzeige
Trägerverein reagiert auf Wisent-Urteil vom OLG
© Wisent-Welt-Wittgenstein
Teilen:

Trägerverein reagiert auf Wisent-Urteil vom OLG

„Wir werden das Urteil jetzt erst einmal detailliert prüfen und wohl Revision einlegen“ – so reagiert Bernd Fuhrmann vom Wisent-Trägerverein auf das Urteil des Oberlandesgericht Hamm. Das hatte gestern entschieden, dass die klagenden Waldbauern vom Trägerverein verlangen können, Schäden durch Wisente in Zukunft zu verhindern. Sie müssen die Beeinträchtigungen demnach nicht mehr dulden. 

Veröffentlicht: Freitag, 16.07.2021 04:21

Anzeige

Seit Jahren beschäftigt die ausgewilderte Wisent-Herde in Wittgenstein die Gerichte. Und das wird wohl auch so bleiben. So wie es aussieht, geht der Rechtsstreit in eine neue Runde. Das Oberlandesgericht Hamm hat gestern in zwei Urteilen Waldbesitzern aus Schmallenberg Recht gegeben. Sie müssen die Beeinträchtigungen durch die Wisente nicht länger hinnehmen. Seit Jahren beschädigen die großen Tiere ihre Bäume. Der Trägerverein müsse dieses durch geeignete Maßnahmen verhindern, so die Richter. Nach den Urteilen prüft der Trägerverein des Wisent-Projekts erneut den Bundesgerichtshof anzurufen und in Revision zu gehen. Laut OLG sind die Beeinträchtigungen durch die Wisente unzumutbar. Bernd Fuhrmann ist 1. Vorsitzender des Vereins Wisent-Welt-Wittgenstein. Er sagt dazu: "Wir halten das für zumutbar, da wir die entsprechenden Schäden auch ersetzt haben." Etwa 20 Wisente leben aktuell in der ausgewilderten Herde in Wittgenstein. Es handelt sich um ein einmaliges Artenschutzprojekt.

Anzeige
Anzeige
Anzeige