
Dem Kreisgesundheitsamt in Siegen wurde am Montagabend von der DRK-Kinderklinik ein tödlicher Verlauf einer Hirnhautentzünd-Erkrankung einer 10-jährigen Schülerin gemeldet. Das Mädchen verstarb noch im Laufe des Abend an einer A-Streptokokken-Infektion.
Infektion durch direkten Körperkontakt
Die DRK-Kinderklinik erhielt laut Mitteilung des Kreisgesundheitsamts am Mittwochnachmittag den Laborbefund der Blutuntersuchung des verstorbenen 10-jährigen Mädchens. Die Klinik teilte dem Kreis-Gesundheitsamt mit, dass das Kind an einer A-Streptokokken- und nicht an einer Meningokokkeninfektion verstorben ist. Eine Ansteckung mit A-Streptokokken erfolgt durch direkten bzw. indirekten Körperkontakt. Wobei ein indirekter Körperkontakt eine Berührung mit einem kontaminierten Gegenstand sein kann. Weniger häufig werden A-Streptokokken durch Erreger-haltige Tröpfchen bzw. Aerosole von Mensch zu Mensch z.B. durch Husten oder Niesen übertragen.
Typische Symptome
Die Symptome variieren je nach befallener Körperregion. Alle Streptokokkeninfektionen gehen oft mit Fieber, Schwellungen, eitrigen Sekretabsonderungen und starken Schmerzen einher. Sie können sich aber auch zu ernsthaften Krankheitsbildern entwickeln; wie eine Hirnhautentzündung oder Sepsis. Die Symptome ähneln dabei einer Meningokokkeninfektion. Oft wird daher die Antibiotikagabe unter dem initialen Verdacht einer Meningokokkeninfektion begonnen.
Antibiotika-Therapie notwendig
Bei dem verstorbenen Kind handelt es sich um einen schwerwiegenden Verlauf. Alle vom Gesundheitsamt ermittelten engen Kontaktpersonen sollten daher die empfohlene Antibiotikaeinnahme bis zu Ende fortführen, da diese auch gegen eine Streptokokkeninfektionen wirkt.