
Heute früh hat die Bundesanwaltschaft zwei terrorverdächtige Islamisten aus Tadschikistan im Stadtgebiet Siegen festnehmen lassen. Spezialkräfte der Polizei hatten sich dazu in Geisweid gesammelt. Zwei weitere Verhaftungen gab es in Werdohl und im Kreis Heinsberg. Die Festgenommenen sollen im Namen der Terrororganisation Islamischer Staat Anschläge in Deutschland geplant haben. Als mögliche Ziele habe die Gruppe einen Islamkritiker und US-Luftwaffenstützpunkte ausgespäht, teilte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mit.
Die Anschläge hätten noch nicht unmittelbar bevorgestanden, trotzdem gehe es aber um ernste Vorwürfe. Die Terrorzelle verfügte laut Bundesanwaltschaft schon über scharfe Schusswaffen mit Munition. Einer der Männer habe außerdem Anleitungen für den Bombenbau besorgt. Einige der dafür notwendigen Komponenten habe die Gruppe bereits im Internet gekauft.
Die Männer sollen sich im Januar 2019 dem IS angeschlossen haben. In dessen Auftrag sollen sie gemeinsam eine sogenannte Zelle in Deutschland gegründet haben. Mit den weiteren Ermittlungen hat der Generalbundesanwalt das Polizeipräsidium Düsseldorf und das Bundeskriminalamt beauftragt.