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Tendenzen sind noch kein Grund zu Sorgen
© LSB NRW / Andrea Bowinkelmann
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Tendenzen sind noch kein Grund zu Sorgen

Veröffentlicht: Dienstag, 20.04.2021 15:53

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Genau 103.812 Männer und Frauen sind im Kreis Siegen-Wittgenstein in 442 dem Kreissportbund angeschlossenen Vereinen organisiert; das sind 2330 weniger als noch im Jahr 2019. Die Anzahl der Vereine ist um drei zurückgegangen. Die Zahlen, die der Kreissportbund jetzt zum Abschluss der jährlichen Bestandserhebung mitteilte, bestätigen damit einen Trend, der seit mehreren Jahren zu beobachten ist: Die Zahl der gemeinnützig organisierten Sportvereine und die Anzahl der Vereinsmitglieder nimmt langsam, aber stetig, ab. Besonders deutlich ist das Minus bei den Jüngsten: Gab es in den Siegen-Wittgensteiner Sportvereinen im Jahr 2019 noch 5418 Null- bis Sechsjährige, waren es im vergangenen Jahr nur noch 4484, was einem Rückgang von knapp 18 Prozent entspricht. Grund hierfür dürfte die Corona-Pandemie sein. Denn während die Sechsjährigen aus der jüngsten Altersgruppe herausgewachsen sind, gab es aufgrund des Lockdowns mutmaßlich nur sehr wenige Anmeldungen. Auch in den übrigen Altersklassen sind die Mitgliederzahlen leicht rückläufig. Lediglich bei der Altersgruppe über 60 Jahre gab es einen leichten Mitgliederzuwachs von 1 Prozentpunkt. 

Die Rückgänge der Mitgliederzahlen in den Sportvereinen verteilen sich dabei gleichmäßig auf die Kommunen, wobei die Verluste in Freudenberg und Netphen mit jeweils knapp 5 Prozentpunkten und Siegen mit 4 Prozentpunkten etwas ausgeprägter scheint als etwa in Hilchenbach mit gerade einmal fünf Mitgliedern weniger im Vergleich zum Vorjahr. Schaut man auf die Sportvereine selbst, scheint es keinen kausalen Zusammenhang zur Mitgliederentwicklung zu geben, da sowohl Groß- und Mehrspartenvereine als auch kleine Vereine gleichermaßen betroffen sind. Für Ottmar Haardt, Vorsitzenden des Kreissportbundes Siegen-Wittgenstein, ist die Entwicklung aktuell noch kein Grund zu großer Sorge, auch wenn der stetige Rückgang selbstverständlich genau beobachtet wird. “Wir befinden uns in schwierigen Zeiten mit wenigen Neuanmeldungen in allen Bereichen”, erläutert Haardt. “Aber der Sport mit seinen positiven bildungs-, sozial- und gesundheitsrelevanten  Auswirkungen ist aus unserer Sicht Teil der Lösung und nicht Teil des Problems.” Insofern sei es wichtig, dass vor allem Kinder und Jugendliche baldmöglichst wieder in Bewegung kommen, verdeutlicht der KSB-Vorsitzende abschließend.

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