
„Hier droht eine Verzögerung des Baubeginns um mehrere Jahre“. Diese Befürchtung hat die Industrie- und Handelskammer Siegen und meint damit die Talbrücke der A45 bei Büschergrund. Die knapp 400 Meter lange und 70 Meter hohe Brücke ist über 50 Jahre alt, sie soll gesprengt und neu gebaut werden. Für die Bauarbeiten müssen unter der Brücke allerdings zwei Bäche verrohrt und teilweise zugeschüttet werden. Dagegen wehren sich die Naturschutzverbände BUND und NABU. Sie fürchten einen enormen Eingriff in das Naturschutzgebiet. Die Verbände klagen und verlangen eine Umweltverträglichkeitsprüfung – aus Sicht der IHK nicht nachvollziehbar. Die Gewässer würden nach Abschluss der Bauarbeiten wieder offengelegt, so die IHK. Die Region sei durch die Rahmede-Talbrücke schon genug belastet. In Freudenberg dürfe nicht ähnliches passieren wie bei Lüdenscheid. „Das kann sich der heimische Wirtschaftsstandort nicht erlauben“, so Hans-Peter Langer von der IHK.