
In Berlin hat der Deutsche Forstwirtschaftsrat am Donnerstag eine Studie vorgestellt. Es ging darum, welche Schäden die letzten drei Dürrejahre und der großflächige Borkenkäferbefall verursacht haben, welche Folgen das für die Forstwirtschaft hat und unter welchen Bedingungen neuer Wald entstehen kann. Forstamtsdirektor Johannes Roehl von der Fürstlichen Rentkammer in Bad Berleburg hat in Berlin die Lage aus Sicht betroffener Betriebe geschildert. Laut Forstwirtschaftsrat haben Dürre und Borkenkäfer einen Schaden von rund 13 Milliarden Euro angerichtet. Zwar fließen bundesweit 800 Millionen Euro Soforthilfen und 500 Millionen Euro Nachhaltigkeitsförderung. Die Waldbesitzer finden: das reiche nicht aus. Johannes Roehl beziffert die Verluste allein für die Rentkammer Bad Berleburg bis jetzt auf etwa 20 Millionen Euro. Was die Zahlen aber nicht zeigten, das seien die Existenzsorgen der Forst-Beschäftigten, die katastrophale Lage für Erzeuger am Holzmarkt oder hinderliche Regelungen beim klimafesten Umbau der Forste.