
Wer in Hilchenbach ein Grundstück besitzt, muss dafür nächstes Jahr möglicherweise deutlich tiefer in die Tasche greifen. Die Verwaltung hat den Haushaltsentwurf für 2022 vorgestellt. Der Stadt droht der Nothaushalt. Das würde bedeuten, dass sie nur noch Geld für das Allernötigste ausgeben dürfte. Um das zu verhindern, muss Hilchenbach einen ausgeglichenen Plan vorlegen und das ist – Stand jetzt – nur mit Steuererhöhungen möglich. Konkret geht es dabei um die Grundsteuer B. Hausbesitzer müssten dann bis zu 229 Euro mehr pro Jahr zahlen. Beschlossen ist das aber noch nicht. Insgesamt stehen in Hilchenbach nächstes Jahr Einnahmen von 27 Millionen Euro Ausgaben von 35 Millionen gegenüber. Sieben Millionen Euro gelten aber als Covid-Schaden, z.B. wegen der geringeren Gewerbesteuereinnahmen. Dieses Geld muss erst ab 2025 zurückgezahlt werden. So bleibt unter dem Strich ein Minus von einer Million. Investiert werden soll 2022 trotzdem, u.a. in den Kulturellen Marktplatz Dahlbruch. Morgen wird der Rat über den Haushalt sprechen, entschieden wird dann im Februar.