
So lief der Warntag in Siegen-Wittgenstein
Am Donnerstag-Vormittag (12.03.) heulten in ganz Siegen-Wittgenstein die Sirenen und Handys schrillten beim NRW-weiten Warntag. Die Behörden im Kreis ziehen eine positive Bilanz und berichten von funktionierenden Warnsystemen in der Region.
Veröffentlicht: Donnerstag, 12.03.2026 14:10
Im gesamten Kreisgebiet gibt es mittlerweile mehr als 260 Sirenen, um die Bevölkerung im Ernstfall schnell warnen zu können. Beim Testlauf am Donnerstag (12.03.) haben laut Kreis-Brandmeister Thomas Tremmel insgesamt 219 dieser Anlagen erfolgreich ausgelöst und ihr Signal abgegeben. Die restlichen 41 Sirenen befinden sich aktuell noch im Aufbau und sind daher im heutigen Testlauf noch nicht betriebsbereit gewesen, so Tremmel auf Nachfrage von Radio Siegen. Neben den akustischen Signalen der Sirenen haben auch die digitalen Wege wie Cell Broadcast und verschiedene Warn-Apps zuverlässig funktioniert. Die technische Auslösung über die Leitstelle verlief nach ersten Auswertungen reibungslos und erreichte die Menschen auf verschiedenen Kanälen.
Kleine Panne in Siegen
Die Reaktionen aus der Bevölkerung auf die lautstarke Probe-Warnung fielen laut Tremmel durchweg positiv aus. Demnach gab es offenbar niemanden im Kreis, der nicht über den bevorstehenden Warntag informiert war. Die Informationskampagnen im Vorfeld scheinen also alle Altersgruppen in Siegen-Wittgenstein erfolgreich erreicht zu haben. Trotz der guten Gesamtbilanz gab es in der Stadt Siegen eine kleine technische Panne an einem einzelnen Standort zu verzeichnen. Hier löste eine Sirene aufgrund eines Defekts nicht wie geplant aus.
Verwirrung durch Nachbarbundesländer
Bereits eine Stunde vor dem offiziellen Start um 11:00 Uhr waren in einigen Teilen des Kreises bereits Warnsignale auf Handys zu sehen. Dies sorgte bei manchen Bürgern für kurze Verwirrung, hatte jedoch einen einfachen technischen Hintergrund. Die benachbarten Bundesländer Hessen und Rheinland-Pfalz starteten ihre eigenen Tests der Warnsysteme bereits um 10:00 Uhr am Vormittag. Da die Signale der Mobilfunkmasten nicht exakt an den Landesgrenzen stoppen, wurden diese Meldungen auch in unser Sendegebiet übertragen. Thomas Tremmel erklärte auf Nachfrage, dass dies ein bekannter Effekt bei solchen großflächigen Übungen über Landesgrenzen hinweg sei.