
An der Kirchstraße in Müsen wurden früher Spiegelschränke und Badmöbel hergestellt – vor zehn Jahren meldeten die “Sieper-Werke” Insolvenz an. Seit einigen Jahren werden die Hallen von einem Unternehmen aus Dillenburg als “SiePark” vermarktet und an andere Unternehmen vermietet. So gibt es dort unter anderem ein Außenlager von IKEA und ein Flaschenlager der Krombacher Brauerei. Damit hat der LKW-Verkehr im Bereich Kirchstraße / Glück-Auf-Straße deutlich zugenommen. Anwohner Rainer Fränzen hat das am Mittwoch in der Einwohnerfragestunde des Hilchenbacher Rates beklagt. Er sprach von einem “drastisch erhöhten Aufkommen von LKW bis 40 Tonnen”. Deren Fahrer würden oft sehr rücksichtslos fahren und sich nicht an Verkehrsregeln halten. Das sei eine enorme Gefährdung für Fußgänger – besonders ältere Personen und Kinder. Die Straßen seien auch nicht für eine derartige Belastung ausgelegt. Fränzen sorgt sich gar um zwei Denkmäler an der Straße: die Kirche und die “Alte Post” würden durch die verstärkten Vibrationen nachhaltig geschädigt. Bürgermeister Holger Menzel kündigte Verkehrskontrollen an.