
Wegen besonders schwerer räuberischer Erpressung ist ein Mann vor dem Landgericht Siegen heute zu fünf Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt worden. Der 31-jährige hatte im Juni 2020, mit einer Schreckschusspistole bewaffnet, eine Tankstelle in der Leimbachstraße überfallen und rund 1200 Euro erbeutet. Die von der Staatsanwaltschaft geforderte Freiheitsstrafe wegen besonders schwerer räuberischer Erpressung sei angemessen, da sich der Beschuldigte während der Tat aufgrund einer Haftunterbrechung auf freiem Fuß befand. Das sagte Richterin Elfriede Dreisbach. Hinzu käme noch die Höhe der Beute und dass der Mann mehrfach vorbestraft sei. Zwar hat der Täter vollständig gestanden und wird sich in eine Entziehungsanstalt begeben, da er seit dem 14. Lebensjahr drogenabhängig ist. Für die Richterin war das aber nicht genug. Sie schloss ihre Ausführungen über die Tat mit den Worten: „Da sind zu wenig Anhaltspunkte für einen minderschweren Fall“.