
Eigentlich war die Sanierung des Weidenauer Hallenbades beschlossene Sache. Bereits vor drei Jahren hatte der Siegener Rat den Beschluss dazu gefasst. Doch die ursprünglich kalkulierten Baukosten haben sich durch steigende Energie- und Rohstoffpreise mittlerweile mehr als verdoppelt. Damit wäre ein Neubau genau so teuer wie die Modernisierung des Bades. Mitte August hatten daher bereits der Bau- sowie der Sport- und Bäderausschuss einen Neubau des Hallenbades in Weidenau empfohlen. Kommt es dazu, könnte Mitte 2024 mit den Arbeiten begonnen werden. Bei der Finanzierung der dafür benötigten 47 Millionen Euro wäre die Stadt Siegen allerdings auf Kredite angewiesen.
CDU will Hallenbad in Eiserfeld erhalten
Gleichzeitig bekennt sich die CDU-Fraktion im Siegener Rat klar zum Erhalt des Hallenbades Eiserfeld. Im Zuge der Diskussionen um das Hallenbad Weidenau war als eine mögliche Lösung der Neubau eines Zentralbades mit zeitgleicher Schließung des Bades in Eiserfeld ins Spiel gekommen. Die CDU-Politiker haben sich das Bad in Eiserfeld nun genau angeschaut. Die Besichtigung vor Ort ergab eine gut erhaltene Bausubstanz. Frank Weber, Stadtverordneter im Siegener Süden: "Natürlich ist die Technik überaltert und es muss immer mal wieder investiert werden, aber die Schließung wäre eine Katastrophe!" „Außerdem handelt es sich in Eiserfeld um ein barrierefreies, familienfreundliches Bad, das sich aufgrund hoher Besucherzahlen großer Beliebtheit erfreut“, so Jens Uhlendorf, der Vorsitzende der CDU Eiserfeld. Die CDU begrüßt den geplanten Neubau in Weidenau, aber die Schließung in Eiserfeld dürfe damit nicht einhergehen. Marc Klein, der Fraktionsvorsitzende der Christdemokraten im Siegener Rat sagt: "Das Vorhalten von zwei Bädern kostet ganz klar Geld, aber die Schließung in Eiserfeld wäre den Bürgern nicht zu vermitteln, insbesondere im Hinblick auf zukünftig zu bewältigende Entfernungen aus dem Siegener Süden."