
Siegen-Wittgenstein: Kreis-FDP bestimmt Kandidaten für NRW-Landtagswahl'22
Im Haus der Siegerländer Wirtschaft traf sich die FDP Siegen-Wittgenstein zu ihrer Kreiswahlversammlung, um den Startschuss für die NRW-Landtagswahl 2022 zu geben. Man hoffe auf ein ähnlich gutes Ergebnis wie bei der letzten Bundestagswahl. Die FDP war in Siegen-Wittgenstein drittstärkste Kraft geworden.
Veröffentlicht: Samstag, 23.10.2021 06:54
Der Kreisvorstand hatte sich im Vorfeld der Kreiswahlversammlung auf zwei Kandidaten für die beiden Wahlkreise verständigt.
Wahlkreis 126 (Burbach, Freudenberg, Neunkirchen, Siegen)
Für den Wahlkreis geht der 30-jährige Informatiker und Wilnsdorfer FDP-Vorsitzende Andreas Weigel ins Rennen um das Direktmandat. Er würde nahezu einstimmig (40 Ja-Stimmen, zwei Enthaltungen, eine Nein-Stimme) gewählt. In seiner Antrittsrede sagte er: "Im Landtag möchte ich mich stark machen für unsere Region, für Siegen-Wittgenstein. Bspw. gehört das bezahlbare Eigenheim in unserer Region genauso dazu, wie die Industriehalle und die Natur. Das ist ein Dreiklang, keine Unvereinbarkeit. Für diesen Dreiklang brauchen wir die richtigen Rahmenbedingungen aus Düsseldorf für unsere Region. Dafür will ich mich einsetzen. Zwei thematische Schwerpunkte müssen dafür aber noch mehr als bisher in NRW angegangen werden, und das sind für mich Bildung und digitale Transformation."
Wahlkreis 127 (Bad Berleburg, Bad Laasphe, Erndtebrück, Hilchenbach, Kreuztal, Netphen, Wilnsdorf)
Für den Wahlkreis geht der 51-jährige selbstständige Stahlbaukonstrukteur sowie FDP-Kreisgeschäftsführer und FDP-Kreisschatzmeister Carsten Weiand aus Erndtebrück ins Rennen um das Direktmandat. Er würde nahezu einstimmig (40 Ja-Stimmen, zwei Enthaltungen, eine Nein-Stimme) gewählt. In seiner Antrittsrede sagte er: "Ich bin durch meinen Beruf als Stahlbaukonstrukteur sehr an der industriellen Zukunft in Siegen-Wittgenstein interessiert. Unsere Region zählte in den 90er-Jahren noch zehn Stahlbauunternehmen mit eigener Fertigung und technischem Büro. Zusätzlich war die Region übersäht von Ingenieurbüros, die im Bereich Stahlbau tätig waren. Was ist davon heute noch übrig? Unsere Region braucht neue Rahmenbedingungen für neue Wirtschaftszweige und neue Anreize, sich bei uns anzusiedeln, damit wir nicht am Rande von NRW vom Teller fallen. Das ist nur ein Beispiel, dass unsere Region in Düsseldorf wieder vertreten sein muss. Und dafür werde ich mich als Wahlkreiskandidat einbringen."