
Siegen-Wittgenstein ist vorbereitet auf Ernstfall
Der Beginn des Ukraine-Kriegs jährt sich in wenigen Wochen zum dritten Mal. Zu einer internationalen Eskalation ist es bislang nicht gekommen. Deutschland und auch Siegen-Wittgenstein seien darauf aber gut vorbereitet – so die zentrale Botschaft eines Treffens im Haus der Siegerländer Wirtschaft in Siegen.
Veröffentlicht: Mittwoch, 29.01.2025 08:01
Beim Symposium im Haus der Siegerländer Wirtschaft diskutierten hochrangige Vertreter der Bundeswehr und Politiker über den Operationsplan Deutschland. Eingeladen hatte Prof. Dr. med. Christian Brülls vom St. Marien-Krankenhaus. Einigkeit herrschte darüber, dass die Bewältigung von Krisen und Krieg im Bündnisfall eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist.
Krisenbewältigung und zivil-militärische Zusammenarbeit
Anke Fuchs-Dreisbach - Landtagsabgeordnete der CDU aus Bad Berleburg - betonte die Notwendigkeit, sich auf verschiedene Krisenszenarien wie Naturkatastrophen, Pandemien und Cyberangriffe vorzubereiten. Oberstarzt Dr. Stefan Göbbels hob die Bedeutung der zivil-militärischen Zusammenarbeit hervor, um im Krisenfall bis zu 1000 Verwundete täglich versorgen zu können.
Reformen im Wehrdienst
Luiza Licina-Bode - Bundestagsabgeordnete der SPD aus Bad Laasphe - erläuterte die Reformen im Wehrdienst, die unter Bundesverteidigungsminister Pistorius die Einsatzbereitschaft und Attraktivität der Bundeswehr steigern sollen. Trotz politischer Herausforderungen sei die Neuausrichtung ein wichtiger Schritt zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeit.
Deutschland als strategische Drehscheibe
Oberstarzt Matthias Marth verdeutlichte Deutschlands Rolle als Drehscheibe und Flaschenhals im NATO-Bündnisfall. Hybride Bedrohungen erforderten eine ständige Anpassung des Operationsplans. Marth betonte, dass Deutschland gut vorbereitet sei und der Plan kontinuierlich weiterentwickelt werde.