
Siegen plant neue Regeln für Sporthallen und -plätze
Die Stadt Siegen möchte die Haus- und Benutzungsordnung für ihre Sporthallen und Sportplätze grundlegend erneuern. Nach fast 30 Jahren sollen strengere Regeln, aber auch Vorteile für Vereine gelten.
Veröffentlicht: Mittwoch, 17.06.2026 07:04
Über die Pläne der Verwaltung muss der Stadtrat Mitte Juli final entscheiden.
Mehr Sicherheit
In allen städtischen Hallen und auf den Sportplätzen soll künftig ein striktes Waffen- und Messerbot gelten. Auch das Rauchen sowie der Konsum von Alkohol auf den Sportflächen werden laut dem Entwurf untersagt. Um die Hygiene zu verbessern, ist das Betreten der Duschräume mit Straßenschuhen künftig nicht mehr erlaubt.
Notunterkünfte
Die Neufassung gibt der Stadt das Recht, Sporthallen jederzeit kurzfristig für die Unterbringung von Geflüchteten zu nutzen. Diese Regelung soll städtische Belange rechtlich absichern, falls dringend Platz für Asylsuchende benötigt wird. Bisher fehlte eine solch klare rechtliche Grundlage in der veralteten Satzung aus den 90er-Jahren.
Vorteile für Vereine
Für die Sportvereine bringt die neue Ordnung auch Erleichterungen mit sich, wie etwa eigene Schlüssel für Übungsleiter. Zudem dürfen Vereine künftig offiziell mobile Bandenwerbung auf den Anlagen verkaufen, um zusätzliche Einnahmen zu generieren. Im Gegenzug müssen Trainer die Sportgeräte vor jeder Nutzung noch regelmäßiger kontrollieren.
Schutz der Plätze
Besondere Vorschriften gelten in dem Entwurf für den Winterbetrieb auf modernen Kunstrasenplätzen. Um die empfindlichen Halme zu schützen, werden mechanisches Schneeräumen und der Einsatz von Streusalz verboten. Der Trainingsbetrieb muss bei Frost oder einer geschlossenen Schneedecke künftig sofort eingestellt werden.