
Siegen: Haupt- und Finanzausschuss spricht über Musikpavillon Bruno Kappi
Der Haupt- und Finanzausschuss in Siegen hat gestern (Mittwoch, 06. Oktober 2021) über sehr viele Themen gesprochen. Es ging u.a. um den Musikpavillon und um das geplante Denkmal für den ermordeten Bruno Kappi.
Veröffentlicht: Donnerstag, 07.10.2021 05:42
Albert-Schweizer-Schule Geisweid
Die Albert-Schweizer-Schule in Geisweid ist zu klein. Deshalb soll nun ein Containergebäude helfen. Dafür hat der Ausschuss den Weg freigemacht. Das bisherige Schulgebäude platzt nämlich aus allen Nähten, weil in den letzten Jahren immer mehr Familien nach Geisweid gezogen sind. Das Schulgebäude wurde aber nicht ausgebaut, deshalb gibt es nun die Übergangs-Lösung mit den Containern für rund 1,5 Mi. Euro.
Musikpavillon
Das Design für den neuen Musikpavillon im Siegener Schlosspark steht fest. Der Ausschuss hat mit großer Mehrheit die sog. "Variante 1" beschlossen. Diese sieht eine großen Bühne mit Platz für bis zu 40 Musikschaffende und einen Lagerraum vor. Er geht von außen gesehen nahtlos in die Bühne über. Um vom Land NRW Fördermittel abrufen zu können, muss der Neubau bis Ende nächsten Jahres fertiggestellt sein.
Denkmal für Bruno Kappi
Das Denkmal vor dem Siegerlandcenter in Weidenau für den in den 90er-Jahren ermordeten Bruno Kappi kann gebaut werden. Das hat der Sprecher des Siegener Bündnisses und Sozialdezernent André Schmidt im Ausschuss mitgeteilt. Über 22.000 Euro an Spenden sind bereits zusammengekommen. Das reicht für den Bau des Denkmals. Das Bündnis sucht aber immer noch weiter nach Spenden. Der sehbehinderte Bruno Kappi war 1992 auf dem Weg zur Arbeit zu Tode geprügelt worden. Die zwei damals angeklagten Männer aus der rechten Szene wurden aus Mangel an Beweisen freigesprochen worden.
Einzelhandel & Corona
Der Siegener Einzelhandel muss sich nach der Corona-Pandemie erholen. Deshalb nimmt die Stadt Siegen an einem Förderprogramm des Landes NRW teil. Am Nachmittag hat die Stadtverwaltung den Ausschuss darüber informiert. Mehr als 500.000 Euro hat die Stadt beantragt. Damit will sie u.a. zehn leerstehende Ladenlokale in der Bahnhofstraße und der Berliner Straße anmieten, um diese dann günstiger weitervermieten zu können.