
An der Ruhr-Sieg-Bahnstrecke Siegen – Hagen ist die Montage einer neuen tonnenschweren Stahlbrücke in Kirchhundem vorerst gescheitert. Die laut Deutscher Bahn 330 Tonnen schwere Eisenbahnbrücke sollte am heutigen Mittwoch (9.9.2026) in ihre endgültige Lage geschoben werden, sackte aber ab. "Wie es zu dem Unfall kommen konnte, werden wir jetzt gemeinsam mit den beteiligten Baufirmen gründlich analysieren", teilte ein Bahnsprecher auf Radio-Siegen-Anfrage mit.
Umfassende Sanierung
Die Ruhr-Sieg-Strecke ist zentral für den Personen- und Güterverkehr zwischen Ruhrgebiet, Sauerland und Siegerland und wird derzeit zwischen Hagen und Siegen an mehreren Stellen bis zum Jahresende aufwendig saniert. Dazu gehört auch die Erneuerung der Eisenbahnbrücke "Hundem/Fußweg", deren Einschub nun aber misslang. "Wir sind erleichtert, dass bei dem Vorfall in Kirchhundem keine Menschen zu Schaden gekommen sind", so der Bahnsprecher.
Zeitplan kann nicht eingehalten werden
Zur Streckenfreigabe teilt die Deutsche Bahn mit: "Den bisherigen Zeitplan können wir nicht einhalten." Konkrete Angaben könne man aktuell nicht machen. "Wir wissen, dass Reisende auf der Ruhr-Sieg-Strecke derzeit große Einschränkungen hinnehmen müssen. Wir bedauern, dass diese Einschränkungen bis auf weiteres bestehen bleiben müssen."
Eigentlich sollte die Bahnstrecke am 15. September wieder freigegeben werden.
Zu diesem Projekt:
Die DB InfraGO erneuert die drei Eisenbahnbrücken „Hundem/Fußweg“, „Olpe“ und „Olpebach“. Die bisherigen Bauwerke werden vollständig durch neue Eisenbahnbrücken ersetzt. Die Maße der Brücken bleiben unverändert. Nach Abschluss der Modernisierung kann der Zugverkehr wieder schneller über die Bauwerke rollen. Auch die Instandhaltung der Eisenbahnbrücke „Olpe und Straße“ steht auf dem Bauplan.