
Nach der Bestätigung durch das Fachinstitut laufen die Schutzmaßnahmen in der Region auf Hochtouren.
Fundort in Grissenbach
Das Friedrich-Loeffler-Institut hat den Verdacht offiziell bestätigt. Ein bei Grissenbach gefundenes Wildschwein war mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) infiziert. Der Fundort liegt zwar in einer Sperrzone, befindet sich aber rund zehn Kilometer vom bisherigen Kerngebiet entfernt. Auch die Landesgrenze zu Hessen ist nur etwa fünf Kilometer von der Fundstelle entfernt.
Suche ausgeweitet
Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, wird die Suche nach verendeten Tieren rund um Grissenbach nun deutlich verstärkt. Zum Einsatz kommen dabei spezielle Kadaver-Suchhunde sowie moderne Drohnen der Einsatzkräfte aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein. Bisher wurden in Nordrhein-Westfalen bereits über 45.000 Tiere untersucht. Davon fielen landesweit rund 600 Tests positiv aus.
„Wir appellieren an alle, sich streng an die Schutzmaßnahmen der Allgemeinverfügungen des Hochsauerlandkreises und der Kreise Olpe und Siegen-Wittgenstein zu halten und sich vernünftig und umsichtig in der Natur zu verhalten.“ - Silke Gorißen, Ministerin für Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Regeln für Spaziergänger
Für Spaziergänger im betroffenen Gebiet gelten strikte Verhaltensregeln zur Seuchenbekämpfung. Waldbesucher müssen zwingend auf den Wegen bleiben und Hunde konsequent an der Leine führen. Wer im Wald ein totes Wildschwein entdeckt, sollte den Fundort markieren und dies dem Veterinäramt melden. Gleichzeitig sollen Jäger den Bestand an Wildschweinen gezielt verringern.
„Je schneller der Bestand von Schwarzwild im betroffenen Gebiet reduziert ist, umso schneller ist auch die Afrikanische Schweinepest besiegt.“ - Silke Gorißen, Ministerin für Landwirtschaft und Verbraucherschutz